Blog · E-Mail & Funnel

E-Mail-Marketing für Affiliates: Strategie, Kennzahlen und echte Zahlen

Abstrakte Illustration: verstreute Splitter auf schwarzem Grund fließen als goldenes Band in einen aufsteigenden Papierflieger über drei wachsenden Balken, Symbolbild für erfolgreiches E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing heißt: Du schreibst Menschen, die sich freiwillig in deine Liste eingetragen haben. Du gibst ihnen Tipps und empfiehlst passende Produkte. Für Affiliates ist das der wichtigste Kanal, weil dir die Liste gehört. In diesem Artikel bekommst du den Aufbau, die wichtigsten Kennzahlen und Betreffzeilen. Dazu zeigen wir dir unsere eigenen Werte im Vergleich zu Branchenzahlen.

Was ist E-Mail-Marketing?

E-Mail-Marketing ist Werbung und Kontakt per E-Mail an Menschen, die zugestimmt haben. Du sammelst E-Mail-Adressen, meist mit einem kostenlosen Geschenk. Danach bekommen deine Leser automatische Begrüßungsmails und regelmäßige Newsletter. Darin stecken Tipps, Geschichten und Empfehlungen.

Wie du deine allererste Liste startest, steht Schritt für Schritt in Newsletter erstellen. Hier geht es um die Strategie dahinter und um bessere Ergebnisse.

Warum E-Mail-Marketing für Affiliates?

Bei Profit Buddies ist die E-Mail-Liste das wichtigste Werkzeug. Neue Produkte bringen neue Leser auf die Liste. Der Newsletter empfiehlt ihnen danach passende weitere Produkte.

Die 4 Bausteine

  1. Eintragung mit Geschenk. Eine kurze Seite bietet etwas Kostenloses an, zum Beispiel eine Checkliste. Dafür trägt sich der Besucher ein. Siehe Lead Magnet und Landingpage erstellen.
  2. Begrüßungsfolge. Drei bis fünf automatische Mails in den ersten Tagen. Sie liefern das Geschenk, stellen dich vor und empfehlen ein erstes passendes Produkt.
  3. Regelmäßiger Newsletter. Feste Mails, zum Beispiel jede Woche. Tipps, Geschichten und ab und zu eine Empfehlung.
  4. Kampagnen zu Anlässen. Produktstarts, Black Friday oder Weihnachten. Mehr dazu in Saisonales Affiliate Marketing.

Zusammen ergibt das einen einfachen Funnel. Wie die Stufen zusammenspielen, erklärt Was ist ein Sales Funnel?.

Die wichtigsten Kennzahlen

Dein E-Mail-Programm zeigt dir nach jedem Versand einige Zahlen. Dazu kommen die Verkäufe, die du bei deiner Partnerplattform siehst. Diese sechs Kennzahlen solltest du kennen:

KennzahlSo rechnest duWas sie dir zeigt
ÖffnungsrateÖffnungen geteilt durch versendete MailsOb Betreff und Absender neugierig machen. Ungenau, siehe unten.
KlickrateKlicks geteilt durch versendete MailsOb die Mail echtes Interesse weckt.
Klicks pro ÖffnungKlicks geteilt durch ÖffnungenOb der Inhalt hält, was der Betreff verspricht.
SalesrateVerkäufe geteilt durch versendete MailsWie viel eine Mail am Ende wirklich bringt.
Klick-zu-Sales-RateVerkäufe geteilt durch KlicksOb Angebot und Verkaufsseite zu deiner Mail passen.
AbmelderateAbmeldungen geteilt durch versendete MailsOb du zu oft oder zu werblich schreibst.

Ein Rechenbeispiel

Du verschickst eine Mail an 1.000 Leser. So sehen die Kennzahlen aus:

Vom Versand bis zum Verkauf: 1.000 Mails im Rechenbeispiel
Versendet 1.000

Öffnungsrate 25 %

Geöffnet 250

Klicks pro Öffnung 4 % · Klickrate 1 %

Geklickt 10

Klick-zu-Sales-Rate 10 % · Salesrate 0,1 %

Gekauft 1

Ausgedachte Zahlen zum Rechnen, keine Richtwerte. Die Balken zeigen die Größenverhältnisse, die kleinsten sind zur Sichtbarkeit leicht verbreitert.

So erkennst du, wo es hakt. Viele Öffnungen und wenige Klicks? Dann passt der Inhalt nicht zum Betreff. Viele Klicks und kaum Verkäufe? Dann passt das Angebot nicht zur Mail. Oder die Verkaufsseite überzeugt deine Leser nicht.

Verkäufe zeigt dir dein E-Mail-Programm meist nicht. Dafür gibst du jeder Mail einen eigenen Kampagnenschlüssel im Partnerlink. Bei Digistore24 siehst du dann die Verkäufe je Mail. Wie du solche Links baust, zeigt Affiliate-Link erstellen.

Warum die Öffnungsrate ungenau ist: Manche E-Mail-Apps laden Mails im Hintergrund vor. Apple macht das zum Beispiel mit dem „Datenschutz für E-Mails“. Dann zählt eine Mail als geöffnet, obwohl sie niemand gelesen hat. Andere Programme blockieren die Messung ganz. Klickrate und Salesrate sind deshalb verlässlicher.

Unsere Zahlen und der Vergleich

Bei unseren Newslettern liegt die Öffnungsrate um 25 %. Die Klickrate liegt bei rund 1 %. Beide Werte beziehen sich auf die versendeten Mails.

Zum Vergleich: Der E-Mail-Anbieter GetResponse hat über 4,4 Milliarden Mails ausgewertet. Sie stammen von seinen Kunden aus dem Jahr 2023.

BereichÖffnungsrateKlickrate
Unsere Newsletterum 25 %rund 1 %
Alle Mails weltweit39,64 %3,25 %
Alle Mails in Deutschland40,35 %2,37 %
Newsletter40,08 %3,84 %
Willkommensmails83,63 %16,6 %

Quelle: GetResponse, Email Marketing Benchmarks 2024 (abgerufen am 05.10.2026).

Liegen wir also schlecht? Nicht unbedingt. Solche Werte sind kaum vergleichbar. Jeder Anbieter misst anders, und Apple-Geräte treiben die Öffnungen künstlich hoch. Auch Branche, Alter der Liste und Anzahl der Mails pro Woche spielen mit. Vergleiche dich deshalb vor allem mit deinen eigenen früheren Mails. Das ist der ehrlichste Maßstab.

Größere Listen, kleinere Prozente

Wächst deine Liste, sinken die Prozente meist. Das zeigt auch der GetResponse-Bericht:

Kontakte auf der ListeÖffnungsrateKlickrate
250 bis 49970,64 %10,4 %
1.000 bis 2.49945,73 %5,24 %
5.000 bis 9.99937,95 %4,03 %
10.000 bis 24.99936,89 %4,08 %
25.000 bis 49.99939,9 %2,69 %
50.000 bis 99.99940,76 %2,6 %
100.000 und mehr61,25 %5,19 %

Bis etwa 25.000 Kontakte fällt die Öffnungsrate deutlich, danach schwankt sie leicht. Die Klickrate liegt bei 25.000 bis 99.999 Kontakten nur noch bei rund 2,6 bis 2,7 %. Erst die Listen ab 100.000 Kontakten liegen im Bericht bei beiden Werten wieder höher. Ein möglicher Grund: Auf kleinen Listen stehen oft Menschen, die dich gerade erst kennen. In einer großen Liste stehen auch viele, die schon lange nicht mehr lesen.

Für dich heißt das: Sinken deine Prozente, während die Liste wächst, ist das normal. Wichtiger ist, dass die absolute Zahl an Klicks und Verkäufen steigt. Inaktive Leser regelmäßig aufzuräumen hält die Werte gesund.

Eine Zahl aus dem Bericht ist trotzdem sehr nützlich. Willkommensmails werden mehr als doppelt so oft geöffnet wie Newsletter. Der erste Eindruck zählt. Steck deshalb besonders viel Mühe in deine Begrüßungsfolge.

Betreffzeilen, die geöffnet werden

Der Betreff ist trotzdem wichtig. Er ist die Tür zur Mail. Diese sechs Muster funktionieren immer wieder:

MusterBeispiel
NeugierDas hätte ich am Anfang gern gewusst
NutzenSo schreibst du eine Mail in 15 Minuten
FrageHast du diesen Fehler auch gemacht?
Zahl3 Betreffzeilen, die ich immer wieder nutze
GeschichteWas mir gestern beim Bäcker passiert ist
AnlassBlack Friday: Diese 2 Angebote lohnen sich

Bei unseren Newslettern der letzten Wochen brachten diese Betreffzeilen die meisten Klicks:

Eine Geschichte, ein Versprechen, eine Zahl, eine Frage nach dem Warum. Wichtig bleibt: Der Inhalt muss halten, was der Betreff verspricht.

Kurze Regeln für den Betreff: Kurz halten. Laut GetResponse werden Betreffs unter 70 Zeichen am häufigsten geöffnet. Am Handy ist oft schon nach etwa 40 Zeichen Schluss. Keine falschen Versprechen. Den Vornamen im Betreff kannst du dir sparen. Laut GetResponse wurden personalisierte Betreffs seltener geöffnet (35,78 % gegenüber 41,87 %). Mit Emojis sparsam umgehen. Laut GetResponse wurden Mails ohne Emoji im Betreff häufiger geöffnet (42,23 % gegenüber 37,5 %). Teste es selbst mit deiner Liste.

Dein E-Mail-Programm für den Start. Wir verschicken unsere Newsletter mit Quentn. Mit unserem Partner-Deal kostet der erste Monat 1€.

Zum Quentn-Deal* →

Laut Quentn nur für Unternehmer, 1€ nur bei monatlicher Zahlweise.

Wann und wie oft verschicken?

Diese Fragen hören wir besonders oft. Der Bericht von GetResponse gibt gute Anhaltspunkte. Am Ende entscheiden aber deine Leser.

Der beste Wochentag

Laut GetResponse sind Öffnungen und Klicks am Dienstag am höchsten. Der Abstand zu den anderen Werktagen ist aber klein. Am Wochenende fallen die Werte deutlich ab. Für den Anfang heißt das: Werktage sind sicher, der genaue Tag ist zweitrangig.

Die beste Uhrzeit

Der Bericht sieht zwei gute Zeitfenster. Das erste liegt früh morgens zwischen 4 und 6 Uhr. Das zweite liegt am späten Nachmittag zwischen 17 und 19 Uhr. Die erste Stunde nach dem Versand zählt besonders. Darin fallen 21,2 % aller Öffnungen und 44,14 % aller Klicks an. Verschick deine Mail also kurz bevor deine Leser Zeit haben. Wer neben dem Job liest, hat meist morgens oder nach Feierabend Zeit.

Wie oft pro Woche?

Newsletter pro WocheÖffnungsrateKlickrate
148,31 %5,71 %
243,2 %4,73 %
341,34 %3,73 %

Pro Mail sinken die Werte, je öfter du schreibst. Bei zwei Mails pro Woche erreichst du insgesamt trotzdem mehr Klicks als mit einer. Unser Rat: Starte mit einer guten Mail pro Woche. Steigere erst, wenn du genug Themen hast und die Abmeldungen ruhig bleiben.

Bilder, Video oder reiner Text?

Laut GetResponse klickten Leser bei Mails mit Grafiken häufiger. Die Klickrate lag bei 4,84 %, ohne Grafiken bei 1,64 %. Mails mit Video-Link schnitten ebenfalls besser ab als Mails ohne. Ein Video spielst du in einer Mail nicht direkt ab. Du zeigst ein Vorschaubild, das auf das Video verlinkt. Das sind Durchschnittswerte über viele Branchen. Eine kurze, persönliche Textmail kann bei deiner Liste trotzdem besser laufen. Teste beides.

Quelle für alle Werte: GetResponse, Email Marketing Benchmarks 2024, Daten aus 2023, abgerufen am 05.10.2026.

10 Tricks für mehr Klicks

  1. Absendername mit Person. Ein Name wirkt persönlicher als nur eine Firma. Unsere Kundenmails kommen zum Beispiel von „Fabian | Profit Buddies“.
  2. Absender bewusst testen. Schreiben zwei Personen für eine Marke, kannst du den Absender wechseln. Bei uns gibt es zum Beispiel Mails von Daniel und von Fabian. Das bringt Abwechslung. Wechsle aber nicht ständig, sonst erkennt dich niemand mehr.
  3. Vorschautext nutzen. Die Zeile nach dem Betreff heißt Preheader. Sie erscheint in vielen Postfächern direkt darunter. Nutze sie als zweiten Satz deines Betreffs. Laut GetResponse wurden Mails mit Preheader häufiger geöffnet (44,67 % gegenüber 39,28 %).
  4. Ein Ziel pro Mail. Eine Mail, eine Empfehlung, ein Link. Mehrere Angebote verteilen die Aufmerksamkeit.
  5. Link früh und mehrfach. Setz den Link schon nach den ersten Absätzen und noch einmal am Ende. Viele lesen nicht bis unten.
  6. P.S. am Ende. Viele Leser springen beim Überfliegen ans Ende. Wiederhole dort kurz den wichtigsten Punkt.
  7. Zum Antworten einladen. Stell eine einfache Frage. Antworten bringen dir Ideen und zeigen, was deine Leser beschäftigt.
  8. Nach Klicks markieren. Wer auf ein Thema klickt, bekommt im E-Mail-Programm eine Markierung (einen Tag). Später schreibst du diesen Lesern gezielt mehr zu dem Thema.
  9. Inaktive Leser aufräumen. Wer seit Monaten nichts öffnet, bekommt eine letzte Mail mit der Frage, ob er bleiben will. Danach austragen. Das hält die Liste gesund und spart Kosten.
  10. Nach dem Klick messen. Gib jeder Mail einen eigenen Kampagnenschlüssel im Link. So siehst du nicht nur Klicks, sondern auch Verkäufe je Mail. Wie das geht, zeigt der UTM-Builder.

Zum Versandzeitpunkt noch ein Tipp: Probier zwei Uhrzeiten aus und vergleiche die Klickrate über mehrere Wochen. So findest du die Zeit, die zu deinen Lesern passt.

So landen deine Mails im Posteingang

Die beste Mail bringt nichts, wenn sie im Spam landet. Diese Punkte helfen:

Was rechtlich dazugehört

E-Mail-Marketing ist in Deutschland erlaubt, wenn der Empfänger zugestimmt hat. Dafür nutzt du das Double-Opt-in: Der Leser bestätigt seine Eintragung mit einem Klick in einer E-Mail. Dazu gehören ein Abmeldelink und ein Impressum in jeder Mail. Partnerlinks kennzeichnest du als Werbung. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du einen Anwalt.

Liste und Mails, die automatisch verkaufen. Im kostenlosen Training zur Simple Lead Machine zeigen Daniel und Fabian ihr System dafür.

Kostenlos anmelden →

Häufige Fehler

Häufige Fragen

Was versteht man unter E-Mail-Marketing?

Werbung und Kontakt per E-Mail an Menschen, die zugestimmt haben. Du sammelst Adressen, meist mit einem kostenlosen Geschenk. Danach schreibst du deinen Lesern Begrüßungsmails, Newsletter und Empfehlungen.

Ist E-Mail-Marketing in Deutschland erlaubt?

Ja, wenn der Empfänger zugestimmt hat. Üblich ist das Double-Opt-in, bei dem der Leser seine Eintragung per Klick bestätigt. Abmeldelink und Impressum gehören in jede Mail. Das ist keine Rechtsberatung.

Was kostet E-Mail-Marketing?

Vor allem das E-Mail-Programm. Der Preis hängt von Anbieter und Kontaktzahl ab. Laut Quentn kostet der Tarif Lite 39€ pro Monat zzgl. MwSt. für bis zu 1.000 Kontakte (Stand 23.09.2026).

Welche E-Mail-Marketing-Tools gibt es?

In Deutschland sind zum Beispiel Quentn, KlickTipp, CleverReach und rapidmail verbreitet. International kennt man unter anderem Mailchimp, Brevo und ActiveCampaign. Wir nutzen Quentn. Einen Vergleich zweier deutscher Programme findest du in unserem Artikel KlickTipp Alternative.

Was ist eine gute Öffnungsrate?

Das lässt sich kaum allgemein sagen, weil E-Mail-Apps die Messung verfälschen. Laut GetResponse lag sie 2023 in Deutschland im Schnitt bei 40,35 %. Bei unseren Newslettern liegt sie um 25 %. Vergleiche dich am besten mit deinen eigenen früheren Mails und achte stärker auf Klicks und Verkäufe.

Was ist der Unterschied zwischen Klickrate und Klick-zu-Sales-Rate?

Die Klickrate zeigt, wie viele der versendeten Mails zu einem Klick geführt haben. Die Klick-zu-Sales-Rate zeigt, wie viele dieser Klicks zu einem Kauf geführt haben. Die erste bewertet deine Mail, die zweite eher Angebot und Verkaufsseite.

Wie oft sollte ich E-Mails verschicken?

Regelmäßig ist wichtiger als häufig. Laut GetResponse haben Newsletter, die einmal pro Woche erscheinen, die höchsten Werte je Mail. Für den Anfang ist eine gute Mail pro Woche ein sinnvolles Ziel.

Wann ist die beste Zeit, eine E-Mail zu verschicken?

Laut GetResponse sind Dienstage leicht vorn, Werktage liegen aber nah beieinander, das Wochenende ist schwächer. Gute Uhrzeiten sind 4 bis 6 Uhr morgens und 17 bis 19 Uhr. Teste zwei Zeiten mit deiner eigenen Liste.

Sollte ich den Vornamen in den Betreff schreiben?

Eher nicht. Laut GetResponse wurden Mails mit Vornamen im Betreff seltener geöffnet (35,78 % gegenüber 41,87 %).

* Partnerlink (Werbung). Profit Buddies kann dafür eine Vergütung erhalten.
Genannte Ergebnisse sind Einzelergebnisse und keine Garantie für eigene Einnahmen, siehe Haftungsausschluss.

Teilen: