Ein Autoresponder ist eine E-Mail, die automatisch verschickt wird. Der Begriff meint zwei Dinge. Im Postfach ist es die Abwesenheitsnotiz. Im E-Mail-Marketing ist es eine Folge von E-Mails. Jeder neue Leser bekommt sie nacheinander, ohne dass du etwas tust. Beides erkläre ich dir hier. Den Hauptteil bekommt der Autoresponder im E-Mail-Marketing, denn damit baust du dir ein System auf.
Zwei Bedeutungen, eine Antwort
Wer nach „Autoresponder“ sucht, meint oft die Abwesenheitsnotiz. Das ist die automatische Antwort, wenn du im Urlaub bist. Andere meinen eine automatische E-Mail-Folge für ihre Liste. Beides arbeitet nach demselben Prinzip: Etwas passiert, und eine E-Mail geht von selbst raus.
| Art | Wann sie startet | Wofür sie da ist |
|---|---|---|
| Abwesenheitsnotiz | Wenn dir jemand schreibt und du nicht da bist | Absender wissen Bescheid |
| Autoresponder im E-Mail-Marketing | Wenn sich jemand in deine Liste einträgt | Leser kennenlernen, Vertrauen aufbauen, Angebote zeigen |
Abwesenheitsnotiz im Postfach
Die Abwesenheitsnotiz stellst du in deinem Mailprogramm oder beim E-Mail-Anbieter ein. Meist heißt die Funktion „automatische Antwort“ oder „Abwesenheit“. Dort legst du den Zeitraum und den Text fest. Die genauen Menüs sind je Programm verschieden, schau in die Hilfe deines Anbieters.
Ein guter Text ist kurz. Er nennt, bis wann du weg bist, und wer im dringenden Fall hilft. Hier ein ausgedachter Mustertext:
- Betreff: Abwesend bis [Datum]
- Text: Guten Tag, ich bin bis zum [Datum] nicht im Büro und lese keine E-Mails. Ich antworte dir nach meiner Rückkehr. In dringenden Fällen schreibe bitte an [Name, E-Mail]. Viele Grüße, [dein Name]
Das war es auch schon. Der Rest dieses Artikels geht um den Autoresponder im E-Mail-Marketing.
Autoresponder im E-Mail-Marketing
Im E-Mail-Marketing ist ein Autoresponder eine geplante Folge von E-Mails. Jeder neue Leser startet am Anfang und bekommt die Mails im Abstand von ein paar Tagen. Du schreibst sie einmal. Danach laufen sie für jeden neuen Leser von selbst. Du siehst das als automatische E-Mail-Folge oder Willkommensserie.
Der Unterschied zum Newsletter ist einfach:
- Newsletter: Du schreibst ihn an einem Tag und schickst ihn an alle gleichzeitig. Wie das geht, steht in Newsletter erstellen.
- Autoresponder: Er wird einmal gebaut und geht an jeden Leser zu dessen eigenem Start. Jeder bekommt Mail 1 an seinem Tag 1.
Das spart Zeit. Neue Leser bekommen sofort eine gute Begrüßung, auch wenn du gerade schläfst oder im Urlaub bist. Einen Überblick über das ganze Thema gibt E-Mail-Marketing für Affiliates.
Beispiel: eine Willkommensserie
So könnte eine einfache Serie mit fünf Mails aussehen. Das ist ein ausgedachtes Beispiel, kein Muster, das garantiert funktioniert. Passe es an dein Thema an.
| Zeitpunkt | Ziel | |
|---|---|---|
| Sofort | Willkommen und das versprochene Geschenk | Du hältst dein Versprechen. Der Leser weiß, was kommt. |
| Tag 1 | Wer ich bin und warum ich das mache | Persönlicher Bezug und Vertrauen |
| Tag 3 | Der häufigste Anfängerfehler und wie man ihn vermeidet | Nutzen zeigen, Fachwissen beweisen |
| Tag 5 | Eine Frage, die der Leser per Antwort beantworten kann | Gespräch starten, besser verstehen |
| Tag 7 | Ein passender nächster Schritt oder ein Angebot | Dem Leser einen Weg weiter anbieten |
Wichtig ist die Reihenfolge. Erst Nutzen und Vertrauen, dann ein Angebot. Wer in Mail 1 schon verkauft, verliert die Leser schnell wieder. Das Geschenk in Mail 1 kommt meist aus einem Lead Magnet. Das ist ein kleines Gratis-Angebot im Tausch gegen die E-Mail-Adresse.
Mails in der Serie dürfen kurz sein. Ein Gedanke pro Mail reicht. Schreibe in einfachen Sätzen, so wie du sprichst. Und setze in jede Mail einen klaren Link oder eine klare Frage.
Deine eigene Liste aufbauen. Im kostenlosen Training zeigen dir Daniel und Fabian, wie du Interessenten mit einem Geschenk auf deine E-Mail-Liste holst. Dazu zeigen sie, wie automatische E-Mails passende Produkte empfehlen. Auch ohne eigenes Produkt. Ein bestimmtes Ergebnis versprechen wir nicht.
Kostenlos anmelden →Double-Opt-in als Voraussetzung
Ein Autoresponder darf nur an Leser gehen, die dem zugestimmt haben. Das nennt sich Einwilligung. Die übliche Lösung ist das Double-Opt-in. Der Leser trägt sich ein und bekommt eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst nach dem Klick startet deine Folge.
Warum das wichtig ist, in groben Zügen:
- UWG: Laut § 7 Absatz 2 Nummer 2 UWG ist Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung eine unzumutbare Belästigung. Für Kunden gibt es in Absatz 3 eine enge Ausnahme mit vier Bedingungen.
- DSGVO: Beruht die Verarbeitung auf einer Einwilligung, musst du sie laut Artikel 7 DSGVO nachweisen können. Der Widerruf muss so einfach sein wie die Einwilligung.
- In der Praxis: Ein Double-Opt-in-Programm speichert die Bestätigung. In jede Mail gehört ein Abmeldelink, der funktioniert.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Fragen zu deinem Fall frage eine Fachperson. Mehr zu den rechtlichen Grundlagen steht auch in E-Mail-Marketing für Affiliates.
Mit welchem Programm?
Für den Autoresponder brauchst du ein E-Mail-Programm. Es muss Eintragungsformulare, Double-Opt-in und automatische Folgen können. Wir nutzen zwei:
- Quentn: Wir nutzen Quentn* für unsere Hauptliste. Dort bauen wir Folgen als Kampagne auf. Preise, Tarife und den Partner-Deal erkläre ich in Quentn: Unsere Erfahrungen und Preise. Das Angebot richtet sich laut Quentn nur an Unternehmer.
- KlickTipp: Daniel nutzt KlickTipp für seine eigene Liste. Das Programm bietet Autoresponder als eigene Funktion. Einen Vergleich beider Programme findest du in KlickTipp Tarife und die Alternative Quentn.
Es gibt weitere Anbieter. Welches passt, hängt von Budget und Funktionen ab. Funktionen und Preise ändern sich, prüfe sie beim Anbieter. Wenn du messen willst, welche Käufe aus deinen Mails kommen, hilft Quentn Affiliate Tracking.
Typische Fehler
- Zu früh verkaufen: Wer in den ersten Mails nur Angebote schickt, verliert Vertrauen und Leser.
- Zu viele Mails an einem Tag: Gib dem Leser Zeit. Ein Abstand von ein paar Tagen ist aus meiner Sicht ein guter Start.
- Links nicht getestet: Klicke vor dem Start jeden Link selbst an. Eine kaputte Serie läuft sonst monatelang unbemerkt.
- Folge läuft nach dem Kauf weiter: Wer gekauft hat, soll das Angebot nicht noch einmal bekommen. Stoppe die Werbung für Käufer. Gute Programme können das über Tags oder Bedingungen.
- Kein klarer Absender und kein Abmeldelink: Beides gehört in jede Mail.
- Nie wieder angeschaut: Prüfe die Serie alle paar Monate. Stimmen Inhalte, Preise und Links noch?
Kennzahlen: Was ist normal?
Die Öffnungsrate zeigt, wie viele Leser eine Mail geöffnet haben. Die Klickrate zeigt, wie viele auf einen Link geklickt haben. Bei unseren Newslettern liegt die Öffnungsrate um 25 % und die Klickrate bei rund 1 %. Das sind Werte für Newsletter, nicht für Autoresponder, und sie beziehen sich auf versendete Mails.
Als Vergleich nenne ich Werte des Anbieters GetResponse. Er hat über 4,4 Milliarden Mails seiner Kunden aus dem Jahr 2023 ausgewertet:
| Mail-Art | Öffnungsrate | Klickrate |
|---|---|---|
| Willkommensmail | 83,63 % | 16,6 % |
| Newsletter | 40,08 % | 3,84 % |
Quelle: GetResponse, Email Marketing Benchmarks 2024, Stand 05.10.2026. Durchschnitt vieler Branchen und Länder, nach Messweise des Anbieters. Apple Mail Privacy Protection kann die Öffnungen erhöhen.
Die Aussage dahinter ist klar: Die erste Mail wird viel häufiger geöffnet als ein späterer Newsletter. Gib deiner Willkommensmail deshalb besonders viel Mühe. Vergleiche dich aber nicht zu streng mit fremden Werten. Deine eigenen früheren Mails sind der beste Maßstab.
In 4 Schritten starten
- Ziel festlegen. Was soll der Leser nach der Serie wissen oder tun? Ein Ziel reicht.
- Eintragung einrichten. Baue ein Formular mit Double-Opt-in und ein kleines Geschenk dazu.
- Fünf Mails schreiben. Nutze die Tabelle oben als Gerüst. Kurz, klar, ein Gedanke pro Mail.
- Testen und starten. Trage dich selbst ein und lies die ganze Serie. Prüfe Links, Absender und Abmeldung.
Häufige Fragen
Was ist ein Autoresponder?
Ein Autoresponder ist eine E-Mail, die automatisch verschickt wird. Im Postfach ist das die Abwesenheitsnotiz. Im E-Mail-Marketing ist es eine Folge von Mails, die jeder neue Leser nacheinander bekommt.
Wie formuliere ich eine Abwesenheitsnotiz?
Kurz und klar. Nenne das Datum deiner Rückkehr und wer im dringenden Fall hilft. Zum Beispiel: Ich bin bis [Datum] nicht im Büro. In dringenden Fällen schreibe bitte an [Name].
Können Sie mir ein Beispiel für einen Autoresponder geben?
Ja. Eine einfache Willkommensserie hat fünf Mails. Sofort kommt das Geschenk. Dann folgen Vorstellung, Tipp, Frage und ein passender nächster Schritt. Die Tabelle im Artikel zeigt den Ablauf.
Wie mache ich eine Abwesenheitsnotiz im Mailprogramm?
Suche in den Einstellungen nach automatische Antwort oder Abwesenheit. Dort legst du Zeitraum und Text fest. Die Menüs unterscheiden sich je Programm, die Hilfe deines Anbieters zeigt die genauen Schritte.
Brauche ich für einen Autoresponder ein Double-Opt-in?
Für Werbe-E-Mails brauchst du eine Einwilligung. Das Double-Opt-in ist der übliche Weg, sie nachweisbar zu bekommen. Das ist keine Rechtsberatung, bei Fragen zu deinem Fall frage eine Fachperson.
Was ist der Unterschied zwischen Autoresponder und Newsletter?
Einen Newsletter schickst du an einem Tag an alle gleichzeitig. Ein Autoresponder wird einmal gebaut und startet für jeden Leser an dessen eigenem Eintragungstag. So bekommt jeder die gleiche Begrüßung, egal wann er sich einträgt.
Welches Programm eignet sich für einen Autoresponder?
Jedes E-Mail-Programm mit Eintragungsformular, Double-Opt-in und automatischen Folgen. Wir nutzen Quentn und KlickTipp. Prüfe Funktionen und Preise immer direkt beim Anbieter.
* Partnerlink (Werbung). Profit Buddies kann dafür eine Vergütung erhalten.
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 07.10.2026. Das ist keine Rechtsberatung. Genannte Ergebnisse sind Einzelergebnisse und keine Garantie für eigene Einnahmen, siehe Haftungsausschluss.