Digitale Produkte sind Produkte, die nur als Datei oder Online-Zugang existieren. Dazu gehören Onlinekurse, E-Books, Vorlagen, Software und Mitgliedschaften. Für Affiliates sind sie besonders interessant. Die Provision ist oft deutlich höher als bei physischen Produkten, und es gibt keinen Versand. Dafür brauchen sie mehr Erklärung und Vertrauen. Hier erfährst du, wie du sie richtig vermarktest.
Was sind digitale Produkte?
Ein digitales Produkt kannst du nicht anfassen. Du bekommst es als Download oder als Zugang zu einem Online-Bereich. Einmal erstellt, lässt es sich beliebig oft verkaufen. Es gibt kein Lager, keinen Versand und keine Lieferzeit. Der Käufer hat oft sofort Zugriff.
Auch das Gesetz kennt den Begriff. Seit 2022 gelten im BGB eigene Regeln für digitale Produkte (§§ 327 ff.). Für dich als Affiliate zählt: Der Anbieter kümmert sich um Verkauf, Rechnung und Zugang. Du empfiehlst nur.
7 Beispiele für digitale Produkte
- Onlinekurse: Videos, die Schritt für Schritt etwas erklären, zum Beispiel Affiliate Marketing, Fotografie oder Fitness.
- E-Books und Ratgeber: Wissen als PDF zum Lesen am Handy oder Computer.
- Vorlagen: Fertige Texte, Planer, Tabellen oder Designs zum Anpassen.
- Software und Apps: Programme, oft im Abo, zum Beispiel für E-Mails oder Bildbearbeitung.
- Mitgliedschaften: Monatlicher Zugang zu Inhalten, Live-Calls und einer Community.
- Webinare und Coachings: Live-Trainings oder Aufzeichnungen, einzeln oder in der Gruppe.
- Hörbücher und Musik: Audiodateien zum Streamen oder Herunterladen.
Im deutschsprachigen Affiliate Marketing laufen viele digitale Produkte über Digistore24. Wie die Plattform funktioniert, erklärt Was ist Digistore24?.
Die Vorteile
Für Käufer
- Sofortiger Zugang, oft wenige Minuten nach dem Kauf.
- Lernen im eigenen Tempo, am Handy oder am Computer.
- Updates kommen oft ohne Aufpreis dazu.
Für Affiliates
- Hohe Provisionen. Weil keine Herstellungskosten pro Stück anfallen, können Anbieter viel abgeben.
- Folgeverkäufe. Viele Anbieter haben weitere Produkte. Kauft jemand später mehr, verdienst du oft mit.
- Wiederkehrende Provision. Bei Abos bekommst du oft jeden Monat erneut deinen Anteil, solange der Kunde bleibt.
- Kein Ärger mit Lieferung. Keine verlorenen Pakete, keine Lieferzeiten.
Digital oder physisch: der Vergleich für Affiliates
Beides hat seinen Platz. Die Unterschiede zeigt diese Tabelle:
| Digitale Produkte | Physische Produkte | |
|---|---|---|
| Provision | Legt der Anbieter fest. Bei unseren eigenen Produkten 40 bis 80 Prozent. | Oft wenige Prozent. Bei Amazon laut PartnerNet je nach Kategorie 0 bis 6 Prozent (Stand 05.10.2026). |
| Verdienst pro Verkauf | Hängt vom Preis ab. Durch die hohen Prozente bleibt pro Verkauf meist mehr übrig. | Hängt vom Preis ab. Durch die niedrigen Prozente bleibt pro Verkauf meist weniger übrig. |
| Vertrauen | Braucht mehr Erklärung, der Anbieter ist oft unbekannt. | Bekannte Marken und Shops, der erste Kauf fällt leichter. |
| Folgeverkäufe | Häufig: Zusatzangebote direkt nach dem Kauf, weitere Kurse, Abos. | Selten, außer der Käufer kauft im selben Shop weiter ein. |
| Wiederkehrend | Bei Abos und Mitgliedschaften möglich. | Meist nur einmalig pro Kauf. |
| Gut für | Lösungen für ein Problem: lernen, Geld, Gesundheit, Beruf. | Geschenke, Technik, Haushalt, Saisonartikel. |
Unser Fazit: Mit physischen Produkten ist der erste Verkauf oft leichter. Mit digitalen Produkten verdienst du pro Verkauf meist deutlich mehr. Viele Affiliates kombinieren beides. Für Geschenkideen zu Weihnachten passen physische Produkte, das zeigt Saisonales Affiliate Marketing. Welche Provisionsarten es gibt, erklärt Provisionsmodelle im Affiliate Marketing.
Digitale Produkte Schritt für Schritt bewerben. Im kostenlosen Affilionär Kickstart zeigen wir dir unseren 5-Schritte-Plan. Für den Start ins Affiliate Marketing, nebenberuflich und ohne Vorerfahrung.
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Digitale Produkte kauft kaum jemand nach dem ersten Klick. Der Käufer will erst verstehen, was er bekommt. Deshalb führt ein bewährter Ablauf Schritt für Schritt zum Kauf:
- Aufmerksamkeit: Ein Beitrag, ein Video oder ein Blogartikel spricht ein konkretes Problem an.
- Kostenloses Geschenk: Eine Checkliste oder ein Mini-Kurs gegen die E-Mail-Adresse. Siehe Lead Magnet.
- E-Mails, die Vertrauen aufbauen: Tipps, deine Erfahrung, Antworten auf Zweifel. Siehe E-Mail-Marketing für Affiliates.
- Verkaufsseite oder Webinar: Hier wird das Produkt ausführlich erklärt. Die Seite baut der Anbieter, du schickst die Leser hin.
- Zusatzangebote: Im Bestellformular ein kleines Extra zum Ankreuzen, danach ein passendes Zusatzprodukt. Bei vielen Anbietern verdienst du auch daran mit.
Ein Beispiel aus unserem eigenen Angebot: Der Affilionär Kickstart ist kostenlos. Im Bestellformular gibt es zwei kleine Zusatzangebote. In den Mails danach folgt der Affilionär Starter für 27€ als erstes kostenpflichtiges Angebot. Wie die Stufen zusammenhängen, erklärt Was ist ein Sales Funnel?.
Für dich als Affiliate heißt das: Du brauchst keinen eigenen Kurs. Du baust nur die ersten Schritte, also Aufmerksamkeit, Geschenk und E-Mails. Für den Übergang zur Verkaufsseite hilft eine Bridgepage.
Woran du ein gutes Produkt erkennst
Prüf jedes Produkt, bevor du es empfiehlst. Diese Fragen helfen:
- Würdest du selbst kaufen? Lies die Verkaufsseite komplett. Überzeugt sie dich nicht, überzeugt sie auch deine Leser nicht.
- Ehrliches Versprechen? „Schnell reich ohne Arbeit“ ist ein Warnsignal. Ein klares Ergebnis mit realistischem Aufwand ist gut.
- Wie viele Käufe gehen zurück? Digistore24 zeigt auf dem Marktplatz Werte zu Rückgaben. Viele Rückgaben deuten auf unzufriedene Käufer.
- Gibt es eine Partnerseite? Gute Anbieter liefern Texte, Bilder und Infos zu Provisionen und Zusatzangeboten.
- Ist der Anbieter erreichbar? Impressum, Support, echte Personen. Das schützt auch deinen Ruf.
- Passt es zu deinen Lesern? Das beste Produkt bringt nichts, wenn es an deiner Zielgruppe vorbeigeht.
Du willst unsere eigenen Produkte bewerben? Provisionen, Links und fertige E-Mail-Vorlagen findest du auf der Seite Partnerprogramm.
Häufige Fehler
- Nur nach der Provision auswählen. Hohe Prozente bringen nichts, wenn niemand kauft oder viele zurückgeben.
- Den Link direkt posten. Ohne Erklärung und Vertrauen kauft kaum jemand ein digitales Produkt.
- Keine E-Mail-Liste. Wer nur einmal klickt, ist danach weg. Mit der Liste bleibst du im Kontakt.
- Das Produkt nicht kennen. Wer nicht weiß, was drin ist, kann keine Fragen beantworten.
Häufige Fragen
Was sind Beispiele für digitale Produkte?
Onlinekurse, E-Books, Vorlagen, Software und Apps, Mitgliedschaften, Webinare und Coachings sowie Hörbücher und Musik.
Was sind die beliebtesten digitalen Produkte?
Im Affiliate Marketing sind vor allem Onlinekurse, Software im Abo und Mitgliedschaften verbreitet. Sie lösen ein konkretes Problem und bieten oft Folgeverkäufe oder wiederkehrende Provisionen.
Was sind digitale Produkte nach BGB?
Seit 2022 regelt das BGB in den §§ 327 ff. Verträge über digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen. Gemeint sind zum Beispiel Downloads, Software oder Online-Zugänge. Das ist keine Rechtsberatung.
Brauche ich als Affiliate ein Gewerbe?
Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht Provisionen verdient, gilt meist als Gewerbetreibender. Das hängt vom Einzelfall ab. Mehr dazu in unserem Artikel zum Nebengewerbe. Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Sind digitale oder physische Produkte besser für Affiliates?
Mit physischen Produkten fällt der erste Verkauf oft leichter, weil Marken und Shops bekannt sind. Digitale Produkte bringen pro Verkauf meist deutlich mehr Provision, brauchen aber mehr Erklärung. Viele Affiliates kombinieren beides.
Wie viel Provision gibt es für digitale Produkte?
Das legt der Anbieter fest. Bei unseren eigenen Produkten sind es 40 bis 80 Prozent. Zum Vergleich: Amazon zahlt laut PartnerNet je nach Kategorie 0 bis 6 Prozent (Stand 05.10.2026).
Genannte Ergebnisse sind Einzelergebnisse und keine Garantie für eigene Einnahmen, siehe Haftungsausschluss.