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Print on Demand: So funktioniert es und was es kostet

Goldenes T-Shirt und goldene Tasse schweben über einer Druckwalze auf schwarzem Grund, Symbolbild für Print on Demand

Print on Demand heißt „Druck auf Bestellung“. Du lädst ein Design hoch, und ein Anbieter druckt es erst, wenn jemand kauft. Der Anbieter verschickt die Ware auch. Du brauchst kein Lager und kein Geld für Vorrat. Das passt zu dir, wenn du Designs machen oder einkaufen willst und Geduld mitbringst. Der Gewinn pro Stück ist klein, und bei fremden Motiven drohen schnell Anwaltsbriefe (Abmahnungen).

So funktioniert Print on Demand

„On demand“ heißt auf Deutsch „auf Abruf“ oder „auf Bestellung“. Beim Print on Demand wird also nichts auf Vorrat gedruckt. Das Produkt entsteht erst, wenn ein Kunde bestellt. Der Ablauf ist immer ähnlich:

  1. Design hochladen. Du legst ein Motiv auf ein T-Shirt, eine Tasse oder eine Tasche. Das Motiv zeigt dir der Anbieter in einer Vorschau.
  2. Produkt anbieten. Du stellst es in deinem Shop oder auf einem Marktplatz ein und legst deinen Verkaufspreis fest.
  3. Kunde bestellt und zahlt. Das Geld geht erst einmal an dich.
  4. Der Anbieter druckt und verschickt. Die Bestellung geht automatisch an ihn. Er druckt, packt und schickt direkt an deinen Kunden.
  5. Du zahlst den Einkaufspreis. Das ist der Preis für Rohware, Druck und meist auch Versand. Was übrig bleibt, ist dein Gewinn.

Du siehst die Ware nie selbst. Das spart Arbeit und Platz. Es heißt aber auch, dass du die Qualität nur über Probebestellungen prüfen kannst. Bestelle dir deshalb vorher ein Muster.

Print on Demand ist mit Dropshipping verwandt. Auch hier verschickt ein Dritter die Ware, das Produkt entsteht aber erst nach der Bestellung. Wie Dropshipping allgemein funktioniert, steht in Dropshipping erklärt.

Wege zum Verkaufen

WegSo läuft esGut zu wissen
Eigener Shop mit AnbindungDu baust einen Shop und verbindest ihn mit einem Anbieter. Bestellungen laufen automatisch durch.Du bestimmst Preis und Marke. Besucher musst du selbst bringen.
Marktplatz wie EtsyDu stellst Produkte in einen fremden Shop ein. Auch dort kann ein Anbieter angebunden werden.Es gibt schon Besucher. Dafür zahlst du Gebühren, und die Konkurrenz ist groß.
Amazon Merch on DemandDu lädst Designs hoch. Amazon druckt, verkauft und verschickt. Du bekommst eine Lizenzgebühr (Anteil pro Verkauf).Zugang über eine Bewerbung bei Amazon. Die Bedingungen stehen auf der Amazon-Seite.
Spreadshirt-MarktplatzDu lädst Designs hoch und legst einen Designpreis fest. Spreadshirt verkauft und liefert.Wenig Aufwand. Preis und Aufschlag legt der Anbieter meist mit fest. Prüfe, was für dich bleibt.

Bei Etsy musst du den Produktionspartner im Angebot angeben. Die Gestaltung muss von dir oder deinem Shop kommen. Fremde Designs und Massenware sind nicht erlaubt. Die genauen Regeln stehen in den Etsy-Hilfeseiten, prüfe sie vor dem Start.

Quellen: Printful Hilfe zur Angabe des Produktionspartners bei Etsy, Spreadshirt-Blog zum Designpreis auf dem Marktplatz (Beitrag vom 04.01.2023). Stand 12.10.2026. Zu Amazon Merch on Demand prüfe die aktuellen Bedingungen direkt bei Amazon.

Anbieter für den deutschen Markt

Es gibt viele Anbieter. Ich nenne hier einige, ohne Wertung und ohne Partnerlink. Welcher passt, hängt von Produkt, Preis und Lieferzeit ab. Vergleiche mindestens zwei, bevor du dich festlegst.

Achte beim Vergleich auf vier Dinge: Einkaufspreis, Versandkosten, Lieferzeit und Qualität der Muster. Prüfe außerdem, ob der Anbieter in Europa druckt. Das hilft bei Zoll und Laufzeit.

Quelle: gruender.de, Print-on-Demand-Anbieter (Artikel vom 07.01.2026) und Printful, Print-on-Demand-T-Shirts. Stand 12.10.2026.

Beispielrechnung: Was bleibt pro Shirt?

Ich rechne mit zwei Einkaufspreisen der Anbieter und einem ausgedachten Verkaufspreis. Die Marge ist das, was pro Stück als Gewinn übrig bleibt. Das ist ein Beispiel, kein Versprechen. Verkaufspreise an Verbraucher sind Bruttopreise. Ohne Kleinunternehmerregel gehen 19 % als Umsatzsteuer ab, bei 24 € rund 3,83 €.

PostenAnbieter A (Gelato)Anbieter B (Printful)
Verkaufspreis (angenommen)24,00 €24,00 €
Umsatzsteuer 19 % (ohne Kleinunternehmerregel)3,83 €3,83 €
Einkaufspreis T-Shirt mit Druck vorne8,60 €ab 7,95 €
Versand in Deutschland3,99 €extra, Betrag je Ziel
Rest vor Gebühren und Einkommensteuer7,58 €höchstens 12,22 € minus Versand

Bei Gelato bleiben im Beispiel 7,58 € übrig, wenn du den Versand im Preis mit einrechnest. Davon gehen noch Zahlungsgebühren, Shop- oder Marktplatzgebühren, Werbung und Einkommensteuer ab. Als Kleinunternehmer entfällt die Umsatzsteuer, mehr dazu in Kleingewerbe Steuern. Auf einem Marktplatz kommen Gebühren oder ein Designpreis dazu. Prüfe, was für dich bleibt.

Das Wichtige: Der Gewinn pro Stück ist klein. Du brauchst viele Verkäufe, und die kommen nur mit Besuchern. Ob du die bekommst, entscheidet dein Motiv und deine Reichweite.

Quellen: Preise laut Angabe der Quellen, aktuelle Preise beim Anbieter prüfen. Gelato 8,60 € und 3,99 € laut gruender.de (Artikel vom 07.01.2026). Printful ab 7,95 € laut Printful-Seite Printful (Druck vorne enthalten, Versand und Zusatzdruck extra). Stand 12.10.2026. Die Verkaufspreise sind ausgedacht.

Urheberrecht und Markenrecht bei Designs

Das ist aus meiner Sicht der wichtigste Haken. Du bist selbst der Verkäufer, auch wenn ein Anbieter druckt. Verletzt dein Motiv fremde Rechte, kann die Abmahnung in erster Linie dich treffen. Eine Abmahnung ist ein Anwaltsbrief mit der Aufforderung, das Motiv zu entfernen, oft mit Kosten.

Beliebte Fanmotive und bekannte Sprüche sind das größte Risiko. Eigene Motive sind sicherer. Bei Unsicherheit frage eine Fachperson für Markenrecht. Das ist keine Rechtsberatung.

Brauchst du ein Gewerbe?

Die Antwort ist nicht eindeutig. Ein älterer Hinweis des Bundeswirtschaftsministeriums (Stand 2018) nennt es so: Eigene Illustrationen über fremde Shops können freiberuflich sein. Ein eigener Online-Shop gilt grundsätzlich als gewerblich. Was bei dir gilt, entscheidet das Finanzamt.

Ich würde nicht raten, sondern einmal beim Finanzamt nachfragen. Ob du die Kleinunternehmerregelung nutzen kannst, erkläre ich in Kleingewerbe und Steuern. Den Weg zur Anmeldung zeigt Nebengewerbe anmelden.

Quelle: Existenzgründungsportal des BMWK (Stand der Seite: Februar 2018). Abgerufen am 12.10.2026. Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

Nachteile

Für wen es passt

Es passt, wenn du gern gestaltest oder Nischen kennst. Auch wenn du einen Shop aufbauen willst und Geduld hast. Ein kleines Budget für Muster und Werbung brauchst du trotzdem.

Es passt eher nicht, wenn du schnell Geld brauchst. Auch nicht, wenn du keine Lust auf Kundenservice und Rechtsfragen hast. Mehr Ideen findest du in Online Business Ideen und Side Hustle Ideen.

Im Vergleich zu Affiliate Marketing

Beim Affiliate Marketing empfiehlst du fremde Produkte und bekommst eine Provision, wenn jemand darüber kauft. Wie das genau läuft, erkläre ich in Was ist Affiliate Marketing?. Beide Wege brauchen Besucher. Beide brauchen Zeit, bis sich etwas zeigt. Bei Print on Demand behältst du den ganzen Verkaufspreis abzüglich Einkauf. Beim Affiliate Marketing bekommst du nur einen Teil als Provision.

MerkmalPrint on DemandAffiliate Marketing
StartkostenGering, aber Muster, Shop oder Gebühren und Werbung kommen dazuGering, oft reicht ein Konto bei einem Partnerprogramm
Lager, Versand, KundenserviceKein Lager, Versand beim Anbieter, Kundenservice bleibt bei dirNichts davon, das macht der Produktanbieter
Zeit bis zur ersten EinnahmeHängt von Motiv, Shop und Besuchern abHängt von Reichweite und Vertrauen ab
Verdienst pro VerkaufGanzer Preis minus Einkauf, oft nur wenige EuroProvision, oft ein hoher Prozentsatz vom Preis, je nach Programm
WachstumMehr Motive und Produkte, jeder Verkauf ist ein EinzelstückMehr Inhalte und eine E-Mail-Liste können viele Käufe auslösen
RisikoAbmahnung bei fremden Rechten, QualitätsproblemeEinnahmen schwanken, Programme können sich ändern

Affiliate Marketing ist kein Selbstläufer. Du brauchst Reichweite, und die Einnahmen schwanken. Es hat aber keine Ware und keinen Versand. Das ist der Hauptunterschied. Digitale Produkte als Beispiel findest du in Digitale Produkte.

Lieber ohne Ware starten? Print on Demand braucht Motive, einen Shop und Wissen über Marken- und Urheberrecht. Im kostenlosen Affilionär Kickstart zeigen wir dir unseren 5-Schritte-Plan für den Einstieg ins Affiliate Marketing. Ein bestimmtes Ergebnis versprechen wir nicht.

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Typische Fehler und Warnsignale

Häufige Fragen

Was ist Print on Demand?

Print on Demand heißt Druck auf Bestellung. Du lädst ein Design hoch, und der Anbieter druckt erst, wenn jemand kauft. Er verschickt die Ware auch. Du brauchst kein eigenes Lager.

Was heißt on demand auf Deutsch?

On demand heißt „auf Abruf“ oder „auf Bestellung“. Etwas wird also erst erstellt oder geliefert, wenn jemand danach fragt.

Welcher ist der beste Print-on-Demand-Anbieter?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Es hängt von Produkt, Preis, Versand und Qualität ab. Vergleiche mindestens zwei Anbieter und bestelle ein Muster.

Lohnt sich Print on Demand?

Es kann sich lohnen, wenn du eigene Motive hast und Besucher bekommst. Die Marge pro Stück ist klein. Ein festes Einkommen ist nicht zu erwarten.

Ist Print on Demand in Deutschland legal?

Ja, Print on Demand ist erlaubt. Du darfst aber keine fremden Rechte verletzen. Bei Motiven, Namen und Sprüchen prüfst du Urheber- und Markenrecht. Das ist keine Rechtsberatung.

Brauche ich dafür ein Gewerbe?

Das hängt vom Fall ab. Ein eigener Shop gilt meist als gewerblich. Frage am besten beim Finanzamt nach. Mehr steht in Kleingewerbe Steuern.

Kann ich mit Print on Demand Geld verdienen?

Ja, aber in kleinen Beträgen pro Verkauf. Der Gewinn hängt von Motiv, Preis und Besuchern ab. Ohne Reichweite bleiben Verkäufe aus.

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 12.10.2026. Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Genannte Beträge sind Beispiele und keine Garantie für eigene Einnahmen, siehe Haftungsausschluss.

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