Sobald aus Affiliate Marketing echte Provisionen werden, kommt schnell dieselbe Frage: Muss ich das anmelden? Die kurze Antwort: in den allermeisten Fällen ja. Das gilt unabhängig davon, wie viel du bisher verdient hast. Hier bekommst du die wichtigsten Grundlagen zu Pflicht, Ablauf und Kosten. Verständlich erklärt und ohne Fachsprache.
Muss ich für Affiliate Marketing ein Gewerbe anmelden?
Affiliate Marketing bedeutet: Du vermittelst Produkte anderer Anbieter gegen eine Provision. Dein klares Ziel ist dabei, Geld zu verdienen. Genau das macht daraus eine gewerbliche Tätigkeit im Sinne des Gesetzes. Eine freiberufliche Tätigkeit ist es nicht. Freiberuflich sind laut Gesetz nur bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Anwälte oder Journalisten. Man nennt sie Katalogberufe. Affiliate Marketing gehört nicht dazu. Du bewirbst Affiliate-Links auf Dauer und willst damit Gewinn machen? Dann brauchst du dafür grundsätzlich ein Gewerbe. Das gilt haupt- und nebenberuflich.
Ab wann genau entsteht die Pflicht?
Eine feste Freigrenze, bis zu der keine Anmeldung nötig wäre, gibt es nicht. Die Höhe deiner bisherigen Einnahmen ist nicht entscheidend. Es zählt, ob du die Tätigkeit dauerhaft betreibst und damit Gewinn machen willst. In der Praxis heißt das: Du fängst ernsthaft an, Affiliate-Links zu bewerben, um Geld zu verdienen. Das ist der richtige Zeitpunkt für die Anmeldung. Warte nicht, bis die erste Provision auf dem Konto ist. Ein einzelner Testlink ohne echte Werbeabsicht zählt in der Regel noch nicht dazu. Bei Unsicherheit hilft am Ende nur eine kurze Nachfrage bei deinem Gewerbe- oder Finanzamt.
So läuft die Anmeldung ab
- Formular besorgen: Die Gewerbeanmeldung läuft über das Gewerbe- oder Ordnungsamt deiner Wohnsitzgemeinde. Viele Kommunen bieten das mittlerweile auch komplett online an.
- Angaben machen: Du brauchst deinen Personalausweis und eine kurze Beschreibung deiner Tätigkeit. Zum Beispiel: „Affiliate Marketing / Vermittlung von Werbeleistungen im Internet“. Außerdem gibst du an, ob du das Gewerbe im Haupt- oder Nebenerwerb betreibst.
- Finanzamt meldet sich automatisch: Das Gewerbeamt leitet deine Anmeldung an das zuständige Finanzamt weiter. Das Finanzamt schickt dir danach den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“.
Was kostet ein Nebengewerbe?
Die Gewerbeanmeldung selbst kostet eine einmalige Gebühr. Sie ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Eine bundesweit einheitliche Gebühr gibt es nicht. Die genaue Höhe erfährst du am sichersten bei deinem örtlichen Gewerbeamt. Oft steht sie schon online auf der Seite deiner Stadt oder Gemeinde. Laufende Kosten entstehen danach vor allem durch Steuern auf deinen tatsächlichen Gewinn.
Das Formale ist schnell erledigt. Die echte Arbeit steckt im System dahinter. Affilionär Starter zeigt dir Schritt für Schritt das komplette Evergreen-System für deine ersten Provisionen für 27€.
Jetzt ansehen →Musst du deinem Arbeitgeber Bescheid geben?
In Deutschland gilt grundsätzlich Gewerbefreiheit. Für eine Nebentätigkeit brauchst du also normalerweise keine eigene Erlaubnis deines Arbeitgebers. Trotzdem lohnt sich ein Blick in deinen Arbeitsvertrag. Manche Verträge verlangen, dass du Nebentätigkeiten meldest. Andere verbieten eine Tätigkeit, die deinem Arbeitgeber Konkurrenz macht. Im Zweifel hilft ein kurzes, offenes Gespräch. So bist du von Anfang an auf der sicheren Seite.
Steuern und Kleinunternehmerregelung kurz erklärt
Gewinne aus deinem Nebengewerbe sind steuerpflichtig. Sie gehören in deine jährliche Steuererklärung. Für den Einstieg nutzen viele die Kleinunternehmerregelung. Sie befreit dich bis zu einer bestimmten jährlichen Umsatzgrenze von der Umsatzsteuer. Diese Grenzwerte und Regeln im Steuerrecht können sich ändern. Kläre deshalb die aktuell gültigen Zahlen direkt mit deinem Finanzamt oder einem Steuerberater. Dort erfährst du auch, ob sich die Regelung für dich lohnt.
Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung zu deiner persönlichen Situation wende dich an dein Gewerbe- beziehungsweise Finanzamt oder einen Steuerberater.
Häufige Fragen
Ab wann muss ich für Affiliate Marketing ein Gewerbe anmelden?
Es gibt keine feste Freigrenze. Die Höhe deiner bisherigen Einnahmen ist nicht entscheidend. Es zählt, ob du die Tätigkeit dauerhaft betreibst und damit Gewinn machen willst. Der richtige Zeitpunkt ist, sobald du ernsthaft mit dem Bewerben beginnst.
Was kostet die Anmeldung eines Nebengewerbes?
Die einmalige Gebühr für die Gewerbeanmeldung legt jede Kommune selbst fest. Eine bundesweit einheitliche Gebühr gibt es nicht. Die genaue Höhe erfährst du bei deinem örtlichen Gewerbeamt.
Muss ich meinem Arbeitgeber von meinem Nebengewerbe erzählen?
Eine gesetzliche Pflicht zur Genehmigung gibt es grundsätzlich nicht, denn in Deutschland gilt Gewerbefreiheit. Ein Blick in den Arbeitsvertrag lohnt sich trotzdem. Manche Verträge verlangen, dass du Nebentätigkeiten meldest, oder verbieten Konkurrenztätigkeit.
Brauche ich für Affiliate Marketing ein Gewerbe oder reicht eine freiberufliche Tätigkeit?
Affiliate Marketing zählt zu den gewerblichen Tätigkeiten. Es gehört nicht zu den gesetzlich festgelegten freien Berufen, den Katalogberufen wie Ärzte oder Anwälte. Für die Vermittlung von Produkten gegen Provision brauchst du deshalb ein Gewerbe.