Mit YouTube kannst du auf mehreren Wegen Geld verdienen. Der bekannteste ist das YouTube-Partnerprogramm mit Werbeeinnahmen. Dafür brauchst du laut YouTube 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden Wiedergabezeit. Viele verdienen aber zuerst anders: mit Affiliate-Links, eigenen Produkten oder Kooperationen. Hier siehst du alle Wege und die Voraussetzungen. Dazu kommt eine ehrliche Antwort auf die Frage, was pro 1.000 Aufrufe übrig bleibt.
Die kurze Antwort
- Werbeeinnahmen gibt es erst im Partnerprogramm. Dafür brauchst du viele Abonnenten und viel Wiedergabezeit.
- Affiliate-Links in der Videobeschreibung funktionieren schon mit kleinem Kanal. Du brauchst dafür kein Partnerprogramm.
- Feste Beträge pro Aufruf gibt es nicht. Was du bekommst, hängt von Thema, Land und Zuschauern ab.
- Tempo: Ein Kanal wächst meist langsam. Plane Monate ein, nicht Wochen.
Die sechs Wege im Überblick
| Weg | Was du brauchst | Wie schnell möglich |
|---|---|---|
| Werbung (Partnerprogramm) | 1.000 Abonnenten plus 4.000 Stunden oder 10 Mio. Shorts-Aufrufe | Erst nach Monaten bis Jahren |
| Affiliate-Links | Ein Video, ein passendes Produkt, eine Linkliste | Ab dem ersten Video möglich |
| Eigene Produkte | Ein Angebot, das dein Thema löst | Braucht Vorlauf und Vertrauen |
| Kooperationen | Eine Zielgruppe, die für Firmen interessant ist | Meist erst mit Reichweite |
| Kanalmitgliedschaft | 500 Abonnenten, 3 Uploads in 90 Tagen, Wiedergabezeit | Nach dem Aufbau einer Fangemeinde |
| Supers (Super Chat, Super Thanks) | Mindestens 18 Jahre, Verfügbarkeit im Land | Vor allem bei Livestreams |
Weg 1: YouTube-Partnerprogramm
Das Partnerprogramm ist der offizielle Weg zu Werbeeinnahmen. YouTube nennt für alle Teilnehmer diese Grundvoraussetzungen (YouTube-Hilfe, Stand 10/2026):
- Deine Inhalte folgen den Richtlinien für die Monetarisierung.
- Das Programm ist in deinem Land verfügbar.
- Auf deinem Kanal liegt keine aktive Verwarnung wegen der Community-Richtlinien vor.
- Für dein Google-Konto ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiv.
- Du hast ein AdSense-Konto, das mit dem Kanal verknüpft ist. AdSense ist der Google-Dienst, über den die Werbeeinnahmen laufen.
Dazu kommen die Mindestwerte. Shorts sind die kurzen Hochkant-Videos von YouTube. Es gibt zwei Stufen. Die erste ist niedriger und schaltet nur einige Funktionen frei. Die zweite bringt die Werbeeinnahmen. Alle Zahlen stammen von der Übersichtsseite von YouTube (Stand 10/2026):
| Stufe | Abonnenten | Zusätzlich | Das gibt es |
|---|---|---|---|
| Stufe 1 (Kanalmitgliedschaft) | 500 | 3 öffentliche Uploads in 90 Tagen, dazu 3.000 Stunden Wiedergabezeit in 365 Tagen oder 3 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen | Mitgliedschaft, je nach Voraussetzung auch weitere Funktionen |
| Stufe 2 (Werbeeinnahmen) | 1.000 | 4.000 Stunden Wiedergabezeit in 365 Tagen oder 10 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen | Anzeigen bei Videos und im Shorts-Feed |
Wichtig: YouTube prüft deinen Kanal, bevor du aufgenommen wirst. Wie lange das dauert, nennt die Hilfeseite nicht. Eine Zusage gibt es nicht vorab. Verfügbar ist das Programm außerdem nicht in jedem Land.
Supers sind übrigens freiwillige Zahlungen von Zuschauern, zum Beispiel Super Chat im Livestream. Für Anfänger heißt das beim Partnerprogramm: 4.000 Stunden Wiedergabezeit sind eine echte Hürde. Rechne es einmal durch. Bei Videos von 10 Minuten wären das 24.000 komplette Aufrufe. Der Weg lohnt sich also vor allem, wenn du dauerhaft Videos machst.
Wie viel verdient man wirklich?
Die häufigste Frage lautet: „Wie viel verdient man mit 1.000 Aufrufen?“ Eine feste Zahl wäre erfunden. YouTube zahlt nicht pro Aufruf, sondern pro angezeigter Anzeige. Der Wert pro 1.000 Aufrufe heißt RPM. Er zeigt, was du im Verhältnis zu den Aufrufen verdient hast. Die Umsatzbeteiligung von YouTube ist abgezogen (YouTube-Hilfe). Einen Betrag nennt YouTube dort nicht.
Was den Wert verändert:
- Thema: Geld, Software und Business ziehen oft andere Werbekunden an als Spiele oder Musik.
- Land der Zuschauer: Werbung in manchen Ländern ist mehr wert.
- Videolänge und Format: Lange Videos und Shorts rechnen sich unterschiedlich.
- Jahreszeit: Vor Weihnachten zahlen Werbekunden oft mehr.
Ehrlich beantwortet:
- Mit 1.000 Aufrufen: Ohne Partnerprogramm sind es null Euro Werbeeinnahmen. Mit Partnerprogramm kann es wenig sein. Deinen eigenen Wert siehst du in YouTube Studio unter Analytics.
- Mit 100 Abonnenten: Das ist unter der Grenze fürs Partnerprogramm. Werbeeinnahmen gibt es dann nicht. Affiliate-Links gehen aber trotzdem.
- Ab wann: Frühestens, wenn du die Stufe 2 erreichst. Wann das klappt, weiß keiner im Voraus.
- Davon leben: Manche schaffen das, viele nicht. Als Plan für die nächsten Monate taugt es nicht.
Weg 2: Affiliate-Links in der Beschreibung
Hier zeige ich dir den Weg, den wir selbst empfehlen. Du empfiehlst ein Produkt im Video und setzt deinen Link in die Beschreibung. Kauft jemand darüber, bekommst du eine Provision. Ich bin seit 2018 im Affiliate Marketing, Fabian seit 2019. Das Prinzip kennen wir gut.
Das Gute daran: Du brauchst keine 1.000 Abonnenten. Ein Video, das eine konkrete Frage beantwortet, kann auch mit kleinem Kanal gefunden werden. Zum Beispiel „So richtest du Tool X ein“.
So gehst du vor:
- Wähle ein Produkt, das du kennst und für das es Anleitungen braucht.
- Zeige im Video, wie es funktioniert. Sag ehrlich, was gut ist und was nicht.
- Setze den Link in die Beschreibung und erwähne ihn im Video.
- Kürze den Link, damit er sauber aussieht. Siehe Link kürzen.
- Baue deinen Link richtig, wie in Affiliate-Link erstellen beschrieben.
Eine Falle: Katharina gibt bei uns das YouTube Coaching. Sie weist darauf hin, dass klickbare Links in der Beschreibung ein freigeschaltetes Konto brauchen. Das ist ihre Erfahrung aus dem Coaching. Von YouTube selbst steht dazu nur: Für erweiterte Funktionen reicht die Telefonnummer nicht. Du brauchst zusätzlich genug Kanalverlauf oder eine Bestätigung per Ausweis oder Video (YouTube-Hilfe, Stand 10/2026). Kümmere dich früh darum.
Kennzeichne Affiliate-Links als Werbung. Es muss für Zuschauer erkennbar sein, dass du bei einem Kauf etwas bekommst.
YouTube Coaching mit Katharina (99 € zzgl. MwSt., einmalig). In 2 Lektionen mit 2 Std. 37 Min. Video richtest du deinen Kanal ein. Du lernst drei Wege, wie du mit Videos Provisionen verdienen kannst. Ohne Abo, ohne Vorwissen. Einnahmen sind nicht garantiert.
Zum Coaching →Weg 3 bis 6: Produkte, Kooperationen, Mitgliedschaft
Eigene Produkte. Du verkaufst zum Beispiel einen Kurs, eine Vorlage oder eine Beratung. Das braucht mehr Vorlauf als Affiliate Marketing, weil du das Produkt erst erstellen musst. Einen Überblick gibt Digitale Produkte erstellen.
Kooperationen. Firmen zahlen dir etwas, wenn du ihr Produkt im Video zeigst. Dafür sind meist mehr Zuschauer nötig. Eine feste Mindestgrenze nennt niemand verbindlich.
Kanalmitgliedschaft. Zuschauer zahlen monatlich für Extras. Das funktioniert vor allem, wenn du eine treue Fangemeinde hast. Voraussetzung sind laut YouTube die Werte aus Stufe 1.
Supers. Das sind Super Chat, Super Sticker und Super Thanks. Zuschauer zahlen dabei freiwillig einen Betrag. Laut YouTube brauchst du dafür mindestens 18 Jahre. Die Funktion muss im Land verfügbar sein (YouTube-Hilfe).
Für Einsteiger passt meist die Reihenfolge: Erst Affiliate-Links, später eigene Produkte, danach der Rest.
YouTube Automation: Vorsicht
Unter „YouTube Automation“ versteht man Kanäle, bei denen andere die Videos machen, zum Beispiel Freelancer. Der Betreiber kümmert sich nur um den Ablauf. Das klingt nach passivem Einkommen. Ich sehe es kritisch.
- Kosten: Fremde Videos kosten Geld. Du zahlst, bevor etwas hereinkommt.
- Regeln: Auch ein automatisierter Kanal muss die Monetarisierungsrichtlinien von YouTube erfüllen. Lies sie selbst nach, bevor du Geld einsetzt.
- Kursversprechen: Sicher ist hier nichts. Frag bei jedem Angebot nach Belegen.
- Vertrauen: Das ist meine Einschätzung: Zuschauer kaufen gern bei Menschen, die sie kennen. Das lässt sich schwer auslagern.
Zum Thema KI als Helfer: Mit KI Geld verdienen zeigt, was realistisch ist.
Steuern und Gewerbe
Einnahmen von YouTube sind meist steuerpflichtig, auch wenn sie klein sind. Wer regelmäßig Geld verdient, braucht häufig ein Gewerbe. Alles Wichtige dazu steht in Nebengewerbe anmelden für Affiliate Marketing. Das ist keine Steuerberatung. Frag im Zweifel beim Finanzamt oder bei einem Steuerberater nach.
So startest du
- Lege zuerst einen Kanal an. Die Anleitung steht in YouTube-Kanal erstellen.
- Besorge dir einfache Technik. Ein Smartphone reicht, siehe Ausstattung für deine ersten Videos.
- Starte mit einem Thema, das du gut kennst.
- Verbreite deine Videos auch auf anderen Kanälen, siehe Crossposting.
- Wenn du Alternativen suchst: Mit TikTok Geld verdienen oder Geld verdienen mit Instagram.
Quellen: YouTube-Hilfe zum Partnerprogramm, zu den Voraussetzungen je Funktion, zum RPM und zur Kontobestätigung, Stand 10/2026.
Häufige Fragen
Wie viel verdient man mit 1.000 Aufrufen auf YouTube?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Der Wert pro 1.000 Aufrufe heißt RPM. Er hängt von Thema, Land und Videoformat ab. Ohne Partnerprogramm gibt es keine Werbeeinnahmen. Deinen Wert siehst du in YouTube Studio.
Wie viele Klicks braucht man bei YouTube, um Geld zu verdienen?
Für Werbeeinnahmen brauchst du laut YouTube 1.000 Abonnenten. Dazu kommen 4.000 Stunden Wiedergabezeit in 365 Tagen. Alternativ zählen 10 Millionen Shorts-Aufrufe in 90 Tagen (Stand 10/2026). Mit Affiliate-Links brauchst du keine Mindestzahl.
Wie viel verdient man mit 100 Abonnenten bei YouTube?
Mit 100 Abonnenten bist du noch nicht im Partnerprogramm, es gibt also keine Werbeeinnahmen. Mit Affiliate-Links oder einem eigenen Produkt kann trotzdem etwas hereinkommen. Eine Zahl dafür lässt sich nicht seriös nennen.
Wie wird man von YouTube bezahlt?
Im Partnerprogramm verknüpfst du ein AdSense-Konto mit deinem Kanal. Die Einnahmen aus Werbung laufen darüber. Affiliate-Provisionen kommen dagegen vom Anbieter oder der Plattform, zum Beispiel Digistore24.
Kann man von YouTube leben?
Manche schaffen es, viele nicht. Es braucht viel Zeit, regelmäßige Videos und oft mehrere Einnahmequellen. Als sicherer Plan für die nächsten Monate taugt YouTube nicht.
Wie viel Geld bekommt man ab 500 Abonnenten?
Ab 500 Abonnenten gibt es laut YouTube erste Funktionen wie die Kanalmitgliedschaft. Die übrigen Werte müssen auch stimmen. Werbeeinnahmen gibt es erst ab 1.000 Abonnenten und den weiteren Voraussetzungen.
Brauche ich ein Gewerbe, wenn ich mit YouTube Geld verdiene?
Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht verdient, braucht meist ein Gewerbe. Das gilt auch für Affiliate-Provisionen. Das ist keine Rechtsberatung, die Details stehen in unserem Artikel zum Nebengewerbe.
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 10/2026. Die Bedingungen von YouTube ändern sich, prüfe sie vor dem Start in der YouTube-Hilfe. Das ist keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Einnahmen sind nicht garantiert, siehe Haftungsausschluss.