Einen YouTube-Kanal legst du in wenigen Minuten an. Du brauchst nur ein Google-Konto. Die Anleitung von YouTube nennt dafür keine Gebühren. Danach kommen die Feinheiten: Name, Bilder, Beschreibung und die Freischaltung wichtiger Funktionen. Hier gehe ich alle Schritte durch. Ich sage dir, was du an Technik brauchst, und zeige die wichtigsten Regeln. Tipps zur Gestaltung kommen von Katharina, die bei uns das YouTube Coaching gibt.
Die kurze Antwort
- Voraussetzung: ein Google-Konto. Mehr braucht es zum Anlegen nicht.
- Dauer: Das Anlegen dauert wenige Minuten. Das Gestalten dauert länger.
- Kosten: Der Kanal selbst ist laut YouTube-Anleitung ohne Gebühr. Technik kostet nur, wenn du sie kaufen willst.
- Wichtig: Bestätige dein Konto früh, sonst fehlen dir Funktionen wie eigene Vorschaubilder.
Kanal anlegen in 6 Schritten
Die offizielle Anleitung von YouTube beschreibt es so (YouTube-Hilfe, Stand 10/2026). Die Menüs können sich leicht ändern.
- Anmelden: Melde dich mit deinem Google-Konto bei YouTube an. Hast du keins, legst du vorher eins an.
- Einstellungen öffnen: Klicke auf dein Profilbild und wähle die Einstellungen.
- Kanal hinzufügen: Gehe zu „Konto“ und wähle „Kanäle hinzufügen oder verwalten“.
- Kanal erstellen: Klicke auf „Kanal erstellen“.
- Profil ausfüllen: Wähle ein Profilbild. Gib deinen Namen und deinen Alias ein.
- Bestätigen: Klicke noch einmal auf „Kanal erstellen“. Fertig.
Der Alias ist dein Handle, also die Adresse mit @. Aus dem Alias baut YouTube automatisch eine eigene Kanal-URL (YouTube-Hilfe). Wähle ihn kurz und einfach zu merken. Am besten passt er zu deinem Namen oder Thema.
Anderer Name als im Google-Konto? Dann kannst du den Kanal mit einem Brand-Konto verknüpfen. Das ist ein Zusatzkonto für Marken, bei dem der Kanal einen eigenen Namen trägt. So heißt dein Kanal zum Beispiel wie dein Projekt, nicht wie dein Privatname. Das ist praktisch, wenn später ein Team mitarbeitet.
Kanal gestalten
Die Hilfeseite zum Anlegen nennt Banner, Beschreibung und Links nicht im Detail. Die folgenden Tipps stammen deshalb aus unserem YouTube Coaching, nicht aus der YouTube-Hilfe. Alle Einstellungen findest du in YouTube Studio unter Anpassen.
- Profilbild: Für eine Personenmarke passt ein eigenes Foto. Wer anonym bleiben will, nimmt ein Logo.
- Banner: Halte es sauber und nicht überladen. Canva hat passende Vorlagen in der richtigen Größe. Das Banner ist ein Markenelement, kein Wachstumstreiber.
- Name und Kurzbeschreibung: Sie sollen zeigen, wer dahinter steckt und was Zuschauer erwartet. Ein paar Themenbegriffe dürfen natürlich vorkommen. Überlade den Text nicht damit.
- Links: Ein direkter Abo-Link, bei Bedarf ein Impressum und eine Kontaktadresse. Bei einer öffentlichen E-Mail-Adresse kommen oft Spam und unseriöse Anfragen.
- Einstellungen: Hinterlege Land und wenige Begriffe zum Thema deines Kanals.
Wofür du den Kanal nutzt, entscheidet auch über die Gestaltung. Willst du später Geld verdienen, lies Mit YouTube Geld verdienen.
Funktionen freischalten
Ein neuer Kanal hat Grenzen. Du schaltest sie in zwei Stufen frei (YouTube-Hilfe, Stand 10/2026).
| Stufe | Was du tun musst | Was du danach darfst |
|---|---|---|
| Telefon bestätigen | Telefonnummer angeben, Code per SMS oder Anruf eingeben | Videos über 15 Minuten, eigene Vorschaubilder, Livestreams, Einspruch gegen Urheberrechtsansprüche |
| Erweiterte Funktionen | Telefon bestätigen, dazu ausreichend Kanalverlauf oder Bestätigung per Ausweis oder Video | Weitere Funktionen, laut Katharinas Coaching auch klickbare externe Links |
Mache die erste Stufe gleich nach dem Anlegen. Sie dauert nur wenige Minuten und spart dir später Ärger.
Was kostet ein YouTube-Kanal?
Die Anleitung von YouTube nennt für das Anlegen keine Gebühren. Wirklich Geld brauchst du nur für Technik oder Programme, wenn du sie willst. Ein Smartphone reicht für den Anfang. Videos schneiden kannst du mit einfachen Programmen, im Coaching werden zum Beispiel CapCut und iMovie genannt. Mehr dazu in Mikrofon, Webcam, Licht: Ausstattung für deine ersten Videos.
Was brauchst du dafür?
- Ein Google-Konto und eine Telefonnummer zur Bestätigung.
- Ein Smartphone oder eine Webcam.
- Ein ruhiger Ort und gutes Licht. Licht verbessert das Bild oft mehr als eine teure Kamera.
- Ein Thema, das du erklären kannst.
- Ein Schnittprogramm, mit dem du zuverlässig fertig wirst.
Du willst deine Videos auch auf anderen Plattformen zeigen? Dann hilft dir Crossposting. Für saubere Links in der Beschreibung nimmst du am besten Kurzlinks.
Was darfst du nicht zeigen?
Eine vollständige Liste gibt es hier nicht. Das sind die wichtigsten Punkte für Einsteiger.
- Fremde Musik und Videos: Lade sie nicht einfach hoch. YouTube nennt vier Optionen: Ausnahmen wie Fair Use, ausdrückliche Genehmigung, Creative-Commons-Lizenzen oder die Audio-Mediathek von YouTube. Selbst dann sind Probleme nicht sicher ausgeschlossen, etwa eine Urheberrechtsverwarnung. Content ID ist das System, das Uploads mit geschützten Werken abgleicht (YouTube-Hilfe, Stand 10/2026). Nimm am besten Musik aus der Audio-Mediathek.
- Gesichter anderer Menschen: Frage vorher um Erlaubnis. Das ist keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit lässt du die Szene weg.
- Regeln von YouTube: Verstöße gegen die Community-Richtlinien führen zu Verwarnungen. Aktive Verwarnungen verhindern später die Aufnahme ins Partnerprogramm.
Impressum: Nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz brauchen geschäftsmäßige, in der Regel entgeltliche digitale Dienste ein Impressum. Ob dein Kanal darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab. Das ist keine Rechtsberatung. Mehr zum Gewerbe: Nebengewerbe anmelden.
Kanal für Kinder
Das Google-Konto hat ein Mindestalter, das vom Land abhängt. Jüngere Kinder brauchen die Aufsicht der Eltern (Google-Hilfe, Stand 10/2026). Außerdem musst du angeben, ob deine Videos „speziell für Kinder“ sind. Das schränkt zum Beispiel Kommentare und personalisierte Anzeigen ein (YouTube-Hilfe). Für Business-Themen wählst du „Nein“.
Dein erstes Video
- Wähle ein Thema, nach dem Menschen suchen. Tippe es in die YouTube-Suche und schau, was erscheint.
- Schreibe einen klaren Titel, der das Ergebnis nennt.
- Nimm ein Vorschaubild auf, das auch am Handy lesbar ist.
- Setze in die Beschreibung einen Satz zum Inhalt und deine Links.
- Lade das Video hoch und prüfe, ob alles abspielt.
Eine perfekte Qualität brauchst du nicht. Wichtig ist, dass du anfängst und dran bleibst.
YouTube Coaching mit Katharina (99 € zzgl. MwSt., einmalig). Lektion 1 führt dich vom leeren Kanal bis zum ersten Video. Dazu gehören Einrichten, Themen finden, Titel und Vorschaubild. Lektion 2 zeigt drei Wege für Affiliate Marketing. Insgesamt 2 Std. 37 Min. Video, kein Abo.
Zum Coaching →Quellen: YouTube-Hilfe zum Anlegen, zur Kontobestätigung, zu Inhalten für Kinder und zum Urheberrecht, Google-Hilfe zur Altersgrenze, § 5 DDG, jeweils Stand 10/2026.
Häufige Fragen
Wie teuer ist ein eigener YouTube-Kanal?
Laut der Anleitung von YouTube fällt für das Anlegen keine Gebühr an. Kosten entstehen nur, wenn du Technik oder Programme kaufst. Für den Start reicht oft ein Smartphone.
Wie viel zahlt YouTube für 1.000 Aufrufe?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Werbeeinnahmen setzen das Partnerprogramm voraus, mit 1.000 Abonnenten und weiteren Voraussetzungen. Der Wert hängt von Thema, Land und Zuschauern ab. Mehr dazu in unserem Artikel zum Geldverdienen mit YouTube.
Wie kann mein Kind einen YouTube-Kanal erstellen?
Das Google-Konto hat ein Mindestalter, das vom Land abhängt. Jüngere Kinder brauchen die Aufsicht der Eltern. Mit Elternaufsicht kann es sein, dass ein Kanal nicht erstellt werden kann. Die genaue Grenze zeigt Google beim Anlegen des Kontos.
Was braucht man alles für einen YouTube-Kanal?
Ein Google-Konto, eine Telefonnummer zur Bestätigung und ein Smartphone oder eine Webcam. Dazu ein Thema und ein einfaches Schnittprogramm. Gutes Licht und ein klarer Ton helfen mehr als eine teure Kamera.
Was darf man bei YouTube nicht zeigen?
Fremde Musik und Videos ohne Erlaubnis sind ein Risiko. Dazu kommen Verstöße gegen die Community-Richtlinien von YouTube. Gesichter anderer Menschen zeigst du nur mit Erlaubnis. Das ist keine Rechtsberatung.
Wie fängt man als YouTuber an?
Lege den Kanal an, bestätige dein Konto und wähle ein Thema, nach dem Menschen suchen. Lade dann dein erstes Video hoch. Wichtig ist ein einfacher Start und regelmäßiges Dranbleiben.
Brauche ich ein Impressum für meinen YouTube-Kanal?
Das hängt vom Einzelfall ab. Nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz brauchen geschäftsmäßige, in der Regel entgeltliche digitale Dienste ein Impressum. Ob dein Kanal darunter fällt, klärst du mit einem Rechtsanwalt.
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 10/2026. Die Menüs von YouTube ändern sich, prüfe die Schritte in der YouTube-Hilfe. Das ist keine Rechtsberatung, siehe Haftungsausschluss.