Eine Rentabilitätsvorschau zeigt, ob dein Vorhaben Geld verdient und ob du davon leben kannst. Hier erfährst du, wie sie mit dem privaten Bedarf und dem Kapitalbedarfsplan zusammenhängt. Unten rechnest du den ganzen Finanzplan in drei Schritten durch, mit Break-even, Diagramm und Export.
Die kurze Antwort
- Die Rentabilitätsvorschau ist eine Rentabilitätsrechnung im Voraus. Sie zeigt, wie viel Umsatz du planst, welche Kosten anfallen und was am Ende übrig bleibt.
- Sie steht nie allein. Dazu gehören der private Bedarf und der Kapitalbedarfsplan. Zusammen bilden die drei Teile den Finanzplan.
- Die Frage dahinter ist einfach: Kannst du von dem Gewinn leben und die Startkosten bezahlen?
- Der Rechner unten macht alles in drei Schritten. Du bekommst den Break-even, ein Diagramm und eine Tabelle für drei Jahre.
- Alle Zahlen sind Annahmen. Der Plan ist eine Landkarte und kein Versprechen.
Die drei Bausteine des Finanzplans
Ein Finanzplan klingt groß. Er besteht aber nur aus drei Fragen. Was brauche ich zum Leben? Was kostet der Start? Und verdient mein Vorhaben genug?
Im Businessplan bildet der Finanzplan den Zahlenteil. Er ergänzt die Beschreibung von Angebot, Kunden und Markt mit Zahlen.
1. Privater Bedarf: Lebenshaltungskosten berechnen
Als Angestellter bekommst du dein Gehalt aufs Konto. Danach zahlst du Miete und Versicherungen. Als Selbstständiger kommt zuerst der Umsatz. Aus dem Gewinn bezahlst du dann dein Leben.
Deshalb beginnt der Plan mit deinen Lebenshaltungskosten. Du sammelst sie in Gruppen: Lebenshaltung, Wohnen, Versicherungen, Verpflichtungen und Rücklagen. Einnahmen von außen ziehst du ab, zum Beispiel das Gehalt deines Partners oder Kindergeld.
Wer seine Ausgaben nicht kennt, startet am besten mit einem Haushaltsbuch. Zwei oder drei Monate genügen für ein ehrliches Bild.
2. Kapitalbedarfsplan: Was kostet der Start?
Der Kapitalbedarfsplan listet alles auf, was du einmalig bezahlst. Das sind Investitionen wie Computer, Büroausstattung oder Maschinen. Dazu kommen Nebenkosten der Gründung, etwa Beratung oder Anmeldung.
Der wichtigste Posten ist oft der Anlaufverlust. Am Anfang kommt weniger Geld rein, als du zum Leben brauchst. Diese Lücke füllst du aus deiner Reserve. Ein Notgroschen hilft dabei.
Auf welchen Zeitraum bezieht sich der Kapitalbedarfsplan? Er deckt die Gründung und die Anlaufphase ab. Das ist die Zeit, bis dein Vorhaben sich selbst trägt. Danach brauchst du kein Startkapital mehr.
Auf der anderen Seite steht die Kapitalherkunft. Dazu zählen Eigenkapital, Darlehen von der Bank oder private Kredite. Bedarf und Herkunft müssen zusammenpassen. Sonst entsteht eine Finanzierungslücke.
3. Rentabilitätsvorschau: Verdient das Vorhaben genug?
Die Rentabilitätsvorschau heißt auch Umsatz- und Rentabilitätsvorschau oder Rentabilitätsplanung. Sie rechnet das erste Jahr in Monatsschritten und danach in Jahren.
Sie geht so vor: Erst planst du den Umsatz. Davon ziehst du die variablen Ausgaben ab. Das sind Kosten, die mit dem Umsatz wachsen, etwa Material oder Marketing. Dann folgen die fixen Ausgaben. Sie fallen jeden Monat gleich an, zum Beispiel Versicherungen oder Software.
Was übrig bleibt, ist das Betriebsergebnis. Davon gehen Steuern und Tilgung ab. Der Rest ist dein verfügbares Einkommen. Das vergleichst du mit deinem privaten Bedarf.
Rentabilität bedeutet also: Das Vorhaben erwirtschaftet mehr, als es kostet. Sie ist die Antwort auf die Frage, ob sich die Sache lohnt.
Abgrenzung: Rentabilität ist nicht Liquidität
Liquidität heißt: Du kannst deine Rechnungen heute bezahlen. Rentabilität heißt: Du verdienst auf Dauer genug. Beides ist wichtig und beides ist verschieden.
- Abschreibung zählt in der Rentabilität als Kosten. Der Rechner folgt der üblichen Vorlage: Die Abschreibung bleibt im verfügbaren Einkommen abgezogen. Sie fließt zwar nicht als Zahlung ab, denn das Geld ist schon beim Kauf geflossen. So legst du aber Geld für spätere Ersatzkäufe zurück. Wer nur auf den Kontostand schaut, zählt sie gedanklich wieder dazu.
- Tilgung ist keine Kostenart. Sie senkt deine Schulden. Das Geld ist trotzdem weg. Deshalb ziehst du sie beim verfügbaren Einkommen ab.
- Zahlungszeitpunkte spielen in der Liquiditätsplanung die Hauptrolle. Schreibst du im Mai eine Rechnung und zahlt der Kunde im Juli, fehlt dir Geld. Die Rentabilitätsvorschau rechnet vereinfacht, als käme das Geld im selben Monat.
Der Rechner unten ist deshalb kein Liquiditätsplan. Er liegt dazwischen. Er berücksichtigt Steuerrücklage und Tilgung, kennt aber keine Zahlungsfristen.
So bedienst du den Rechner in 3 Schritten
Oben im Rechner siehst du vier Reiter. Du kannst jeden jederzeit anklicken. Mit „Weiter“ und „Zurück“ gehst du Schritt für Schritt. Jede Gruppe öffnest du mit einem Klick. Zugeklappt siehst du ihre Summe.
- Privater Bedarf: Trag deine Kosten pro Monat ein. Das Jahr rechnet der Rechner selbst aus. Private Einnahmen werden abgezogen. Das Ergebnis ist dein Gesamtbedarf.
- Kapitalbedarf: Trag die einmaligen Kosten ein. Dann legst du die Liquiditätsreserve fest. Der Rechner schlägt dir einen Wert aus Schritt 3 vor. Danach gibst du an, woher das Geld kommt. Die Anzeige wird grün, wenn alles gedeckt ist. Fehlt Geld, wird sie rot.
- Rentabilität: Plane Arbeitstage, Urlaub und deinen Ziel-Umsatz pro Tag. Der Anlauf steigt gleichmäßig bis zu einem Monat deiner Wahl. Bei den variablen Ausgaben wählst du je Zeile zwischen Euro pro Monat und Prozent vom Umsatz. Die Abschreibung kannst du schätzen lassen.
Im vierten Reiter findest du das Ergebnis. Es zeigt die wichtigsten Kennzahlen, ein Diagramm und die Tabelle für drei Jahre. Die Ampel dort ist ehrlich gemeint. Sie sagt dir auch, wenn der Plan nicht aufgeht.
Wer es genau wissen will, klappt die 12-Monats-Tabelle auf. Dort kannst du einzelne Monatswerte überschreiben. Ein Beispiel ist ein Großauftrag im Juni. Überschriebene Zellen sind gelb markiert.
Dein Plan bleibt in deinem Browser gespeichert. Mit „Für Excel (CSV)“ lädst du alle Teile als Datei herunter. Mit „Drucken oder als PDF“ bekommst du einen sauberen Bericht.
Den Tagesumsatz kannst du aus deinem Stundensatz ableiten. Wie du ihn berechnest, steht im Stundensatz-Rechner.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Die Startwerte im Rechner sind genau dieses Beispiel. Angenommen, du bietest eine Dienstleistung an und lebst allein. Du arbeitest von zu Hause und brauchst kein Personal. Alle Zahlen sind Annahmen und keine Marktwerte.
Schritt 1: Dein privater Bedarf
| Gruppe | Pro Monat |
|---|---|
| Lebenshaltung | 860€ |
| Wohnkosten | 860€ |
| Sozialversicherungen | 510€ |
| Sonstige Versicherungen und Verpflichtungen | 39€ |
| Rücklagen | 200€ |
| Private Einnahmen | 0€ |
| Gesamtbedarf | 2.469€ pro Monat, 29.628€ pro Jahr |
Schritt 2: Der Kapitalbedarf
Du kaufst Büroeinrichtung für 1.500€, Computer und Telefon für 2.500€ und weitere Ausstattung für 500€. Das sind 4.500€ Investitionen. Dazu kommen 1.000€ Nebenkosten für Beratung und Einführungswerbung. Die Gründungskosten liegen bei 5.500€.
Als Liquiditätsreserve setzt du 7.700€ an. Der Rechner schlägt dir etwa 7.614€ vor. Der Wert kommt aus dem tiefsten Punkt des Plans in Schritt 3. Du rundest ihn auf.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Gesamt-Gründungskosten | 5.500€ |
| Liquiditätsreserve | 7.700€ |
| Gesamt-Kapitalbedarf | 13.200€ |
| Eigenkapital | 8.500€ |
| Darlehen (Bank), 6% Zinsen, 5 Jahre, 6 Monate tilgungsfrei | 5.000€ |
| Gesamt-Kapitalmittel | 13.500€ |
| Kapitalbedarfsdeckung | gedeckt, 300€ übrig |
Das Darlehen kostet in den ersten sechs Monaten nur Zinsen. Ab Monat 7 tilgst du jeden Monat rund 93€. Die Zinsen belaufen sich im ersten Jahr auf etwa 293€.
Schritt 3: Die Rentabilität
Angenommen, du startest im Januar. Du planst 20 Arbeitstage pro Monat. Im August (Monat 8) machst du 10 Tage Urlaub. Dein Ziel sind 250€ Umsatz pro Arbeitstag. Das sind zum Beispiel 5 verkaufte Stunden zu 50€. In Monat 1 erreichst du 30% davon. Ab Monat 9 sind es 100%.
Bei den Kosten nimmst du 270€ variable Ausgaben pro Monat plus 5% Marketing vom Umsatz. Die fixen Ausgaben liegen bei 185€ pro Monat. Dazu kommen 75€ Abschreibung. Die Steuerrücklage beträgt 25% vom positiven Betriebsergebnis. Für Jahr 2 und 3 nimmst du 10% Umsatzwachstum und 2% höhere Kosten an.
So sieht das erste Jahr aus:
| Monat | Umsatz | Über-/Unterdeckung | Kumuliert |
|---|---|---|---|
| Monat 1 | 1.500€ | -1.816€ | -1.816€ |
| Monat 4 | 2.813€ | -881€ | -5.396€ |
| Monat 8 (Urlaub) | 2.281€ | -1.352€ | -7.614€ |
| Monat 9 | 5.000€ | 585€ | -7.029€ |
| Monat 12 | 5.000€ | 586€ | -5.271€ |
Die Zahlen zeigen drei Dinge. Der Plan trägt dich ab Monat 9. Der tiefste Punkt liegt im August bei -7.614€. Das ist die Reserve, die du brauchst. Und nach zwölf Monaten fehlen dir noch rund 5.271€ gegenüber deinem Lebensbedarf.
| Kennzahl | Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 41.969€ | 63.250€ | 69.575€ |
| Betriebsergebnis | 33.217€ | 53.382€ | 59.346€ |
| Verfügbares Einkommen | 24.357€ | 38.926€ | 43.399€ |
| Lebensbedarf | 29.628€ | 30.221€ | 30.825€ |
| Über-/Unterdeckung | -5.271€ | 8.705€ | 12.574€ |
Der Mindest-Umsatz liegt bei rund 4.177€ pro Monat. Darunter reicht das Geld nicht für deinen Lebensbedarf. Das ist dein Break-even.
Wichtig: Das Beispiel ist freundlich gerechnet. Es nimmt an, dass der Anlauf klappt und dass du genug Aufträge bekommst. Probiere im Rechner aus, was bei einem langsameren Anlauf passiert. Setze dafür Monat 9 auf Monat 12 und sieh dir die Reserve an.
Ein Nebeneinkommen, das du neben dem Job aufbaust. Das 1-Mio 4P System: Damit baust du neben dem Job Besucher und eine eigene E-Mail-Liste auf. Du bekommst 5 Coachings als Aufzeichnung. Einmalzahlung 990€ zzgl. MwSt. Dazu gibt es die 60-Tage-Erfolgsgarantie: Setzt du alles vollständig um und hast nach 60 Tagen kein Ergebnis, coachen wir dich kostenlos 1:1. Kein Geld zurück, sondern persönliche Hilfe. Eine Einkommensgarantie gibt es nicht.
Das System ansehen →Wofür du den Plan brauchst
Für die Bank
Wer einen Kredit will, muss der Bank in der Regel zeigen, dass er ihn zurückzahlen kann. Genau das zeigt die Rentabilitätsvorschau. Banken achten häufig auf dein Betriebsergebnis, auf die Tilgung und auf die Reserve. Frag bei deiner Bank nach.
Rechne deshalb nicht nur mit dem besten Fall. Ein vorsichtiger Plan wirkt glaubwürdiger. Ein eigenes Geschäftskonto hilft, private und geschäftliche Zahlen sauber zu trennen.
Für den Gründungszuschuss
Beim Gründungszuschuss gehört die Rentabilitätsvorschau zu den Unterlagen. Laut Arbeitsagentur brauchst du für die Stellungnahme der fachkundigen Stelle einen Businessplan, einen Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan und eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau, dazu Lebenslauf und Qualifikationsnachweise. Welche weiteren Unterlagen zum Antrag gehören, sagt dir deine Vermittlungsfachkraft.
Eine fachkundige Stelle prüft, ob dein Vorhaben tragfähig ist. Das können zum Beispiel IHK, Handwerkskammer, Banken, Fachverbände oder Steuerberatungen sein. Die Kosten dafür übernimmt die Agentur nicht. Einen Rechtsanspruch auf den Zuschuss gibt es nicht. Die Selbstständigkeit muss hauptberuflich sein.
Wichtig ist der Zeitpunkt. Laut Wegweiser der Arbeitsagentur (Stand April 2023) stellst du den Antrag vor der Aufnahme der Tätigkeit. Plane den Beratungstermin also früh. Die Bedingungen können sich ändern. Lies sie vor dem Antrag auf der Seite der Arbeitsagentur nach.
Quellen (abgerufen am 29.10.2026): Arbeitsagentur, Gründungszuschuss beantragen und Arbeitsagentur, Wegweiser Existenzgründung.
Für Förderung
Förderprogramme verlangen häufig einen Finanzplan. Welche Unterlagen gelten und wie lang der Planungszeitraum ist, steht in den Bedingungen der jeweiligen Stelle. Frag dort nach, bevor du anfängst zu rechnen.
Für deine eigene Entscheidung
Der wichtigste Grund ist der einfachste. Du siehst vorher, ob dein Vorhaben trägt. Ein Plan kostet dich einen Abend. Ein Fehlstart kostet dich Monate und Geld.
Der Plan zeigt dir auch, welche Stellschrauben zählen. Willst du mehr Umsatz, niedrigere Kosten oder einen späteren Start? Im Rechner siehst du die Wirkung sofort.
Break-even einfach erklärt
Der Break-even ist der Punkt, an dem du weder Verlust noch Gewinn machst. Bei diesem Finanzplan geht es um etwas Strengeres. Dein Einkommen muss auch deinen privaten Bedarf decken.
Der Rechner geht so vor: Er nimmt den vollen Betrieb ohne Anlauf und ohne Urlaub. Dann fragt er, welcher Umsatz nötig ist, damit nach allen Abzügen genau dein Lebensbedarf übrig bleibt.
- Abzüge: variable Kosten, fixe Kosten, Steuerrücklage und Tilgung.
- Ergebnis: der Mindest-Umsatz pro Monat. Darunter lebst du von deinen Reserven.
- Im Beispiel: rund 4.177€ pro Monat. Das sind etwa 17 Arbeitstage zum Ziel-Tagesumsatz.
Eine Faustregel gibt es nicht. Der Wert hängt von deinen Kosten ab. Je höher die Fixkosten, desto mehr Umsatz brauchst du. Das gilt auch für ein Büro oder einen Mitarbeiter.
Typische Fehler
- Die Anlaufzeit unterschätzen. Kunden kommen selten sofort. Rechne lieber mit einem langsamen Start und teste, was bei einem noch langsameren passiert.
- Urlaub vergessen. Du bekommst keinen bezahlten Urlaub. Jeder freie Tag ist ein Tag ohne Umsatz.
- Die Vorsorge vergessen. Kranken-, Pflege- und Rentenvorsorge zahlst du allein. Frag deine Krankenkasse nach deinem echten Beitrag.
- Steuern vergessen. Die Steuer kommt später als der Umsatz. Plane deshalb eine Rücklage ein. Mehr dazu in Kleingewerbe Steuern.
- Tilgung mit Kosten verwechseln. Die Tilgung senkt die Schulden. Sie mindert aber dein verfügbares Geld. Den Zins zählst du als Kosten, die Tilgung nicht.
- Zu optimistische Umsätze. Plane Umsatz mit vorsichtigen Zahlen. Eine freundliche Planung erzeugt falsche Sicherheit.
- Zahlen ohne Beleg. Nimm echte Werte aus Angeboten, Verträgen und deiner Buchhaltung.
Neben dem Job starten
Du musst nicht kündigen, um zu rechnen. Der Rechner funktioniert auch für ein zweites Standbein. Setze beim privaten Bedarf nur das an, was dein Nebenverdienst abdecken soll. Alles andere deckt weiter dein Gehalt.
Ein Plan mit Hauptjob ist eine Art Plan B. Er zeigt dir, wann dein Nebenprojekt tragen könnte. Ob und wann du den Hauptjob änderst, entscheidest du später, mit klaren Zahlen und in Ruhe.
Der Weg dorthin steht in Zweites Standbein aufbauen. Wer ein Online-Geschäft plant, findet den Einstieg in Online Business aufbauen.
Denk an die Grenzen des Plans. Er rechnet mit Annahmen. Besprich ihn mit einer fachkundigen Stelle, bevor du größere Entscheidungen triffst. Das ist keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung.
Häufige Fragen
Wie erstellt man eine Rentabilitätsvorschau?
Du planst zuerst den Umsatz für jeden Monat des ersten Jahres. Dann ziehst du variable und fixe Ausgaben ab. Vom Betriebsergebnis gehen Steuerrücklage und Tilgung ab. Das Ergebnis vergleichst du mit deinem privaten Bedarf. Der Rechner in diesem Artikel macht das in drei Schritten.
Gibt es ein Beispiel für einen Rentabilitätsplan?
Ja. Im Artikel steht ein durchgerechnetes Beispiel mit allen Zahlen. Die Startwerte im Rechner sind genau dieses Beispiel. Du kannst sie ändern und siehst sofort, wie sich das Ergebnis verändert. Die Zahlen sind Annahmen und keine Marktwerte.
Was ist die Bedeutung einer Rentabilitätsvorschau?
Sie zeigt, ob dein Vorhaben auf Dauer genug verdient. Es muss Kosten und Lebensbedarf decken. Banken und Förderstellen fragen häufig danach, um dein Vorhaben einzuschätzen. Für dich selbst ist sie eine Entscheidungshilfe vor dem Start.
Was ist Rentabilitätsplanung?
Rentabilitätsplanung heißt, Umsatz und Kosten im Voraus zu schätzen und das erwartete Ergebnis zu berechnen. Du siehst früh, ob ein Gewinn zu erwarten ist und ab wann. Die Planung ist immer eine Annahme und muss regelmäßig mit der Wirklichkeit verglichen werden.
Auf welchen Zeitraum bezieht sich der Kapitalbedarfsplan?
Der Kapitalbedarfsplan deckt die Gründung und die Anlaufphase ab. Das ist die Zeit, bis dein Vorhaben die laufenden Kosten und deinen Lebensbedarf selbst trägt. Er enthält einmalige Kosten und eine Reserve für den Anlaufverlust.
Wie viele Jahre umfasst eine Rentabilitätsvorschau?
Häufig verlangt werden das erste Jahr in Monatsschritten und danach noch zwei weitere Jahre. Der Rechner rechnet genau so. Welche Dauer gilt, hängt von der Bank oder der Förderstelle ab. Frag bei der Stelle nach.
Was ist der Unterschied zwischen Rentabilität und Liquidität?
Rentabilität fragt, ob du auf Dauer genug verdienst. Liquidität fragt, ob du heute und morgen alle Rechnungen bezahlen kannst. Abschreibungen sind Kosten ohne Zahlung. Im Rechner bleiben sie im verfügbaren Einkommen abgezogen, als Rücklage für Ersatzkäufe. Tilgungen sind Zahlungen ohne Kosten. Der Zeitpunkt der Zahlung spielt nur in der Liquiditätsplanung eine Rolle.
Gibt es eine Vorlage für die Rentabilitätsvorschau als PDF oder Excel?
Der Rechner in diesem Artikel ersetzt eine Vorlage. Mit „Für Excel (CSV)“ lädst du alle drei Teile als Datei herunter. Excel öffnet sie. Mit „Drucken oder als PDF“ erzeugst du einen Bericht. Banken oder Förderstellen können eigene Formulare verlangen. Frag vorher nach.
Wie berechne ich meine Lebenshaltungskosten?
Sammle alle Ausgaben pro Monat in Gruppen: Lebenshaltung, Wohnen, Versicherungen, Verpflichtungen und Rücklagen. Ziehe private Einnahmen ab, zum Beispiel Kindergeld oder das Gehalt eines Partners. Die Summe ist dein privater Bedarf. Ein Haushaltsbuch über zwei oder drei Monate hilft bei den Zahlen.
Wie berechne ich den Break-even?
Du fragst, welcher Monatsumsatz nötig ist. Nach allen Kosten, der Steuerrücklage und der Tilgung muss genau dein Lebensbedarf übrig bleiben. Der Rechner löst das für dich nach dem Umsatz auf und zeigt den Mindest-Umsatz pro Monat.
Brauche ich für den Gründungszuschuss eine Rentabilitätsvorschau?
Laut Arbeitsagentur brauchst du für die Stellungnahme der fachkundigen Stelle einen Businessplan, einen Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan und eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau, dazu Lebenslauf und Qualifikationsnachweise. Welche weiteren Unterlagen zum Antrag gehören, sagt dir deine Vermittlungsfachkraft. Stand: abgerufen am 29.10.2026. Prüfe die aktuellen Bedingungen vor dem Antrag.
Keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Stand 30.10.2026. Alle Werte im Rechner sind Annahmen für ein Rechenbeispiel, keine Marktwerte und keine Garantie für eigene Einnahmen. Zum Gründungszuschuss: Unterlagen für die Stellungnahme und Voraussetzungen laut Arbeitsagentur, Gründungszuschuss beantragen und Arbeitsagentur, Wegweiser Existenzgründung (Stand April 2023), beide abgerufen am 29.10.2026. Weitere Unterlagen nennt deine Vermittlungsfachkraft. Siehe auch Haftungsausschluss.