Einen Blog erstellst du in sieben Schritten. Du wählst ein Thema und eine Plattform. Dann holst du dir eine Adresse und richtest das Design ein. Danach legst du die Pflichtseiten an und schreibst die ersten Artikel. Zum Schluss meldest du den Blog bei Google an. Kostenlos geht das mit einem Baukasten. Mehr Freiheit hast du mit WordPress und eigener Domain. Hier zeigen wir dir beide Wege.
Kostenlos oder eigene Domain?
Vor dem Start musst du eine Frage klären. Willst du ohne Kosten testen? Oder willst du von Anfang an einen Blog, der dir gehört? Beides ist möglich. Die Wege unterscheiden sich so:
| Merkmal | Kostenloser Baukasten | WordPress mit eigener Domain |
|---|---|---|
| Kosten | Der Einstieg kostet nichts | Domain und Speicherplatz kosten Geld, bei ALL-INKL ab 4,95 € im Monat inkl. MwSt. (16.10.2026) |
| Adresse | Meist eine Adresse des Anbieters | Deine eigene, zum Beispiel meinblog.de |
| Aufwand | Gering, alles aus einer Hand | Etwas mehr: Hoster, Installation, Design |
| Freiheit | Du hältst dich an die Regeln des Anbieters | Du entscheidest über Design und Erweiterungen |
| Gut für | Ausprobieren und private Blogs | Blogs, die lange wachsen sollen |
Unsere Empfehlung: Wenn du ernsthaft Besucher aufbauen willst, nimm eine eigene Domain. Wenn du erst testen willst, ob dir Bloggen liegt, reicht ein kostenloser Start.
Schritt 1 und 2: Thema und Plattform
Schritt 1: Thema wählen. Schreib über etwas, das dich länger als ein paar Wochen interessiert. Prüf auch, ob andere danach suchen. Wie das geht, zeigt Keyword-Recherche. Bei der Themenwahl hilft dir Nische finden.
Schritt 2: Plattform wählen. Die Plattform ist das Programm, mit dem du deinen Blog baust und verwaltest. Es gibt zwei Arten:
- Baukasten: Du klickst dir deine Seite zusammen. Hosting und Technik übernimmt der Anbieter. Beispiele sind WordPress.com und Jimdo.
- WordPress.org: Das ist die Software hinter vielen Blogs. Du installierst sie selbst bei einem Hoster.
Wichtig: WordPress.com und WordPress.org sind nicht dasselbe. WordPress.com ist ein Anbieter mit Tarifen. WordPress.org ist die freie Software zum Selbstinstallieren.
Der kostenlose Weg mit einem Baukasten
Mehrere Anbieter haben einen kostenlosen Tarif. Wir haben zwei Preisseiten geprüft (Stand 16.10.2026):
| Anbieter | Kostenloser Tarif laut Anbieter | Bezahlt laut Anbieter |
|---|---|---|
| WordPress.com | Tarif „Kostenlos“ ohne Ablaufdatum. 1 GB Speicher. Besucher sehen WordPress.com-Werbung. | Persönlich ab 4 US-Dollar im Monat bei Rechnung alle 12 Monate, ohne Steuern. Eigene Domain im ersten Jahr kostenlos bei Jahrestarifen. |
| Jimdo | Es gibt ein kostenloses Free-Paket. | Mit den Premium-Paketen verbindest du eine eigene Domain. Preise nennt die Seite nicht. |
Das heißt für dich: Kostenlos bedeutet oft Einschränkungen. Bei WordPress.com siehst du es an der Werbung. Prüf vor dem Start immer die Bedingungen des Anbieters. Schau auch nach, ob Affiliate-Links erlaubt sind, falls du später damit Geld verdienen willst.
So gehst du vor:
- Konto beim Anbieter anlegen.
- Kostenlosen Tarif wählen.
- Einen Namen und eine Vorlage aussuchen.
- Pflichtseiten und ersten Artikel anlegen (siehe unten).
Der Nachteil: Wechselst du später, musst du oft umziehen. Das kostet Zeit. Deshalb planen viele gleich mit eigener Domain.
Der Weg mit WordPress und eigener Domain
WordPress ist laut WordPress.org Open-Source-Software unter der General Public License. Du darfst sie für jeden Zweck nutzen. Für die Installation brauchst du Speicherplatz bei einem Hoster. Empfohlen sind laut WordPress.org:
- PHP ab Version 8.3
- MariaDB ab 10.11 oder MySQL ab 8.0
- Apache oder Nginx als Webserver, empfohlen
- HTTPS, also eine verschlüsselte Verbindung
Das klingt technisch. Die meisten Hoster erfüllen es aber. Frag vor der Buchung nach oder lies die Tarifbeschreibung.
Unsere eigene Website läuft übrigens nicht auf WordPress. Wir bauen sie anders, das ist für Einsteiger zu technisch. Unsere Domains liegen bei ALL-INKL*.
Schritt 3: Domain und Speicherplatz
Die Domain ist deine Adresse im Internet, zum Beispiel meinblog.de. Der Speicherplatz ist der Platz auf dem Server, wo dein Blog liegt. Beides bekommst du beim Hoster.
So wählst du eine Domain:
- Kurz und leicht zu merken.
- Ohne Zahlen und Bindestriche, wenn es geht.
- Passend zum Thema, aber nicht zu eng. Sonst wird der Name später zu klein.
Bei ALL-INKL* liegen unsere Domains. Laut Anbieter sind im kleinsten Tarif „Privat“ drei Domains und 50 GB Speicherplatz enthalten. Er kostet 4,95 € im Monat inkl. MwSt. Der erste Monat ist kostenlos, eine Mindestlaufzeit gibt es nicht (Stand 16.10.2026). Angebote ändern sich, prüf sie vor der Buchung.
Domain und Speicherplatz aus einer Hand. Hier liegen unsere Domains. Laut Anbieter ab 4,95 € im Monat inkl. MwSt., der erste Monat ist kostenlos.
Zu ALL-INKL* →Danach installierst du WordPress. Wie das bei deinem Hoster geht, steht in dessen Anleitung. Zum Schluss prüfst du, ob deine Seite mit HTTPS läuft.
Schritt 4: Design wählen
Das Design nennt man bei WordPress Theme. Das ist eine Vorlage für Farben, Schrift und Aufbau. Bei Baukästen heißt es meist einfach Vorlage. Wähl am Anfang etwas Schlichtes:
- Gut lesbar: große Schrift, viel Weiß um den Text.
- Handy zuerst: Viele Leser kommen mit dem Smartphone. Teste jede Seite dort.
- Wenig Erweiterungen: Jede zusätzliche Erweiterung, ein sogenanntes Plugin, macht die Seite langsamer.
Ein einfaches Design reicht. Wichtiger sind deine Artikel.
Schritt 5: Pflichtseiten anlegen
Bevor du Artikel veröffentlichst, brauchst du zwei Seiten. Hier greift deutsches Recht. Das ist keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit frag eine Fachperson.
- Impressum: § 5 DDG betrifft „geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste“. Dann musst du Name, Anschrift und eine E-Mail-Adresse angeben. Ob dein Blog darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab.
- Datenschutzerklärung: Praktisch jeder Blog braucht eine. Sie erklärt, welche Daten dein Blog verarbeitet. Das sind zum Beispiel Besucherdaten, Kommentare oder Auswertungen. Setzt du Werkzeuge ein, musst du sie dort nennen.
Verlinke beide Seiten im Footer, damit man sie von jeder Seite aus findet. Schreibst du später mit Partnerlinks, brauchst du auch einen Hinweis zur Werbung. Wie wir das machen, siehst du am Ende dieses Artikels.
Schritt 6: Die ersten Artikel
Starte mit drei bis fünf Artikeln. So sieht dein Blog nicht leer aus. Ein einfacher Plan:
- Frage sammeln: Was fragen Leser zu deinem Thema? Nimm echte Suchen als Grundlage.
- Antwort an den Anfang: Beantworte die Frage in den ersten Sätzen. Der Rest vertieft sie.
- Klar gliedern: Nutze Zwischenüberschriften, Listen und kurze Absätze.
- Mit Namen schreiben: Zeig, wer den Artikel geschrieben hat.
- Verlinken: Verweis auf eigene Artikel, wenn sie passen.
Wer eine KI zum Schreiben nutzt, prüft jeden Satz selbst. Tipps dazu stehen in KI-Texte schreiben.
Schritt 7: Bei Google anmelden
Google findet neue Seiten oft von allein. Schneller geht es, wenn du deinen Blog anmeldest. Dafür gibt es die Google Search Console. Sie ist laut Google ein kostenloser Dienst. Mit ihm beobachtest du, wie deine Seite in der Google-Suche abschneidet.
- Melde dich mit einem Google-Konto an.
- Trag deine Domain als Property ein.
- Bestätige, dass die Seite dir gehört. Die Schritte zeigt dir die Search Console.
- Reich eine Sitemap ein. Das ist eine Liste deiner Seiten für Google.
Danach siehst du, bei welchen Suchen deine Artikel erscheinen. Bei einer Seite mit Subdomain eines Baukastens kann die Bestätigung anders ablaufen. Frag dann beim Anbieter nach.
SEO für Anfänger: die ersten Schritte
SEO heißt Suchmaschinenoptimierung. Gemeint ist alles, was hilft, dass Google deine Seite findet. Für den Start reichen fünf Dinge:
- Hauptbegriff pro Artikel: Ein Thema, ein Begriff. Er steht im Titel und in der Überschrift.
- Passende Suchabsicht: Schau dir an, welche Art Seite Google für den Begriff zeigt.
- Kurzer Titel und Beschreibung: Sie entscheiden, ob jemand klickt.
- Schnelle Seite: Verkleinere Bilder vor dem Hochladen.
- Search Console nutzen: Schau dort regelmäßig nach.
Wie du Begriffe findest, steht in Keyword-Recherche. Den ganzen Weg von Strategie bis Technik erklärt Technisches SEO: das Nötigste für Einsteiger.
Und das Geld?
Mit einem Blog kannst du Geld verdienen, zum Beispiel über Partnerlinks. Das dauert aber meist Monate. Ein Ergebnis versprechen wir nicht. Wie du dabei vorgehst, steht in Mit einem Blog Geld verdienen.
Typische Fehler
- Zu lange an Technik tüfteln. Ein einfaches Design reicht. Schreib lieber.
- Pflichtseiten vergessen. Lege Impressum und Datenschutzerklärung vor dem ersten Artikel an.
- Eine zu enge Domain wählen. Der Name sollte mitwachsen können.
- Bedingungen des Anbieters nicht lesen. Das gilt besonders bei kostenlosen Tarifen.
- Nach drei Artikeln aufgeben. Ein Blog braucht Zeit.
- Nicht messen. Ohne Search Console weißt du nicht, was funktioniert.
Ein Blog bringt Besucher. Affiliate Marketing macht daraus Einnahmen. Im kostenlosen Affilionär Kickstart zeigen wir dir den Einstieg in 5 Schritten. Ein bestimmtes Ergebnis versprechen wir nicht.
Kostenlos starten →Häufige Fragen
Kann ich einen Blog wirklich kostenlos erstellen?
Ja, mehrere Baukästen haben einen kostenlosen Tarif. Laut WordPress.com gibt es dort einen Tarif „Kostenlos“ ohne Ablaufdatum, mit WordPress.com-Werbung auf der Seite. Eine eigene Domain kostet in der Regel extra.
Was kostet ein eigener Blog?
Du brauchst eine Domain und Speicherplatz. Bei ALL-INKL gibt es das laut Anbieter ab 4,95 € im Monat inkl. MwSt. Der erste Monat ist kostenlos (Stand 16.10.2026). Die Software WordPress selbst ist laut WordPress.org Open Source.
Welcher ist der beste kostenlose Blog-Anbieter?
Das hängt von deinem Ziel ab. Zum Ausprobieren reicht ein Baukasten mit kostenlosem Tarif. Prüf die Einschränkungen: Werbung, Speicher und ob du eine eigene Domain nutzen darfst.
Wie fängt man an zu bloggen?
Wähl ein Thema, dann eine Plattform. Hol dir eine Domain, wähl ein schlichtes Design und lege Impressum und Datenschutzerklärung an. Dann schreib drei bis fünf Artikel. Danach meldest du den Blog bei der Google Search Console an.
Ist Bloggen noch zeitgemäß?
Ja, wenn deine Artikel echten Mehrwert bieten. Wie sich KI-Antworten auf Blogs auswirken, steht in unserem Artikel zum Thema Blog und Geld verdienen.
Brauche ich ein Impressum für meinen Blog?
Bei geschäftsmäßigen Angeboten verlangt § 5 DDG ein Impressum mit Name, Anschrift und E-Mail-Adresse. Ob dein Blog darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab. Das ist keine Rechtsberatung.
* Partnerlink (Werbung). Profit Buddies kann dafür eine Vergütung erhalten.
Preise und Leistungen laut Anbieter mit Stand 16.10.2026, sie ändern sich laufend. Die Hinweise zu Impressum und Datenschutz sind keine Rechtsberatung.