Mit Lead-Provisionen bekommst du Geld, sobald jemand über deinen Link eine Anfrage oder einen Antrag abschickt. Gekauft werden muss dafür noch nichts. Die Beträge sind fest, bei Check24 und Tarifcheck laut Anbieter zum Beispiel 20 € bis 67,50 € je Antrag oder Anfrage (Stand 27.09.2026). Weil die Hürde für eine Anfrage klein ist, lohnt sich das Modell vor allem, wenn du viele Anfragen erzeugst. Typisch sind Vergleichsportale für Strom, DSL und Versicherungen.
Was ist eine Lead-Provision?
Lead heißt übersetzt Interessent. Gemeint ist jemand, der seine Daten abschickt, weil er ein Angebot will. Zum Beispiel einen Antrag für einen neuen Stromtarif oder eine Anfrage für eine Versicherung. Genau für diesen Schritt bekommst du Geld. Auf Englisch heißt das Pay per Lead. Alle vier Provisionsmodelle im Vergleich zeigt Provisionsmodelle im Affiliate Marketing.
Wichtig: Lead ist nicht gleich Lead. Manche Programme zahlen schon für die Anfrage, andere erst für den fertigen Vertrag. Das steht in der Provisionsübersicht des Anbieters.
Im Marketing heißt das Ganze Leadgen, kurz für Lead-Generierung. Gemeint ist das gezielte Sammeln von Interessenten. Als Affiliate machst du Leadgen für einen Anbieter: Du bringst die Anfragen, er macht daraus Kunden. Dafür zahlt er dir eine feste Provision.
Wo es Lead-Provisionen gibt
| Anbieter | Beispiel | Provision laut Anbieter |
|---|---|---|
| Check24 | Strom oder Gas | 20 € je Antrag |
| Tarifcheck | Private Krankenversicherung | bis 67,50 € je Anfrage |
| Netzwerke wie financeAds | Konten, Kredite, Versicherungen | je nach Programm |
Check24 und Tarifcheck: Stand 27.09.2026, die Beträge können sich ändern. Strom und Gas gelten bei beiden laut Anbieter als „stornofrei“. Du bekommst die Provision also für den übermittelten Antrag, auch wenn der Kunde später doch nicht wechselt. Netzwerke wie financeAds vermitteln viele Programme aus dem Finanzbereich. Die Beträge legt dort jedes Programm selbst fest.
Warum Leads von der Menge leben
Eine Lead-Provision ist planbar. Du weißt vorher, was eine Anfrage bringt. Es gibt aber keine Folgekäufe wie bei digitalen Produkten und keine Zusatzangebote nach dem Kauf. Jeder Lead zahlt genau einmal. Dein Einkommen wächst also nur mit der Zahl der Anfragen.
Deshalb kommt es auf drei Dinge an: viele passende Besucher, eine kleine Hürde bis zur Anfrage und Themen, bei denen Menschen ohnehin gerade suchen. Wer umzieht, braucht Strom und Internet. Wer sich selbstständig macht, sucht eine Krankenversicherung.
Eine Beispielrechnung
Angenommen, du schickst 100 Besucher zu einem Stromvergleich. 1 % schickt einen Antrag ab, das ist ein Lead. Bei 20 € je Antrag bringen dir 100 Besucher also 20 €. Das sind 0,20 € je Besucher.
Diese 0,20 € sind wichtig. Wenn du Werbung schaltest, darf ein Besucher dich nicht mehr kosten, sonst machst du Verlust. Mit einer Bridgepage dazwischen klickt nur ein Teil weiter. Bei 20 % Weiterklick bleiben von 100 Besuchern 20 beim Anbieter. Dann brauchst du deutlich mehr Besucher für denselben Lead.
Rechne das mit deinen eigenen Zahlen im Provisionsrechner durch. Wähl oben Check24, Tarifcheck oder financeAds aus. Der Rechner zeigt dann die Abschlussquote beim Anbieter und rechnet mit festen Beträgen je Lead. Alle Zahlen hier sind Beispiele, kein Versprechen.
Von 100 auf 10.000 Besucher
Mit denselben Beispielwerten sieht das so aus. 1.000 Besucher bringen 10 Anträge, also 200 €. 10.000 Besucher bringen 100 Anträge, also 2.000 €. Die Rechnung bleibt gleich, nur die Menge wächst. Genau deshalb ist Leadgen ein Mengengeschäft.
Mehr Menge gibt es auf zwei Wegen. Entweder mehr Besucher, etwa über viele Artikel zu Spar-Themen oder über Werbung. Oder eine höhere Abschlussquote, etwa durch passende Leser und eine gute Bridgepage. Beides braucht Zeit und Tests. Die Zahlen sind Beispiele, ein bestimmtes Ergebnis versprechen wir nicht.
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- Blog und Google: Artikel zu Fragen wie „Stromanbieter wechseln“ oder „Versicherung für Selbstständige“. Das dauert, bringt aber dauerhaft Besucher. Wie du ein passendes Thema findest, zeigt Nische finden.
- E-Mail-Liste: Erinnere deine Leser einmal im Jahr daran, ihre Verträge zu prüfen. Nur an Leute, die sich per Double-Opt-in eingetragen haben.
- Social Media: Kurze Tipps zum Sparen, mit Link in der Beschreibung oder im Profil.
- Werbeanzeigen: Möglich, aber nur, wenn die Rechnung aufgeht. Und nie mit dem Markennamen des Portals, siehe Regeln unten.
Die wichtigsten Regeln
Jedes Programm hat eigene Bedingungen. Bei Check24 und Tarifcheck gehören laut AGB unter anderem diese Punkte dazu:
- Impressum: Die Seite, auf der deine Links stehen, braucht alle rechtlich nötigen Angaben.
- E-Mails nur mit Bestätigung: Werben per E-Mail nur an Leute, die sich per Double-Opt-in eingetragen haben.
- Keine eigenen Datensammlungen: Bei Tarifcheck darfst du die Daten der Interessenten nicht selbst abfragen. Die Anfrage läuft immer über Tarifcheck.
- Kein Markenname in Anzeigen: Den Namen Tarifcheck.de darfst du nicht für bezahlte Suchanzeigen nutzen.
- Keine falschen Versprechen: Bei Check24 ist Werbung mit „ohne Bonitätsprüfung“ bei Strom und Gas ausdrücklich verboten.
- Kein Spam, keine Gewinnspiele: Werbung darf bei Tarifcheck nicht an Gewinnspiele gekoppelt sein.
Lies vor dem Start immer die aktuellen Bedingungen des Programms. Das ist keine Rechtsberatung.
Lead oder Verkauf: was passt zu dir?
| Lead-Provision | Provision pro Verkauf | |
|---|---|---|
| Hürde für den Besucher | klein, eine Anfrage | größer, ein Kauf |
| Betrag | fest | oft Prozent vom Preis |
| Folgekäufe | keine | oft Zusatzangebote |
| Passt zu Themen wie | Verträge, Geld sparen | Weiterbildung, Onlinekurse |
Beides schließt sich nicht aus. Wir selbst setzen vor allem auf Digistore24 und nutzen Check24 und Tarifcheck für andere Nischen. Welche Programme es gibt, zeigt Die besten Affiliate-Partnerprogramme.
Häufige Fragen
Was ist eine Lead-Provision?
Geld für eine Anfrage, einen Antrag oder eine Anmeldung über deinen Link. Gekauft werden muss dafür noch nichts. Der Betrag ist meist fest.
Was ist Leadgen?
Leadgen ist kurz für Lead-Generierung, also das gezielte Sammeln von Interessenten. Als Affiliate bringst du einem Anbieter Anfragen oder Anträge und bekommst dafür eine feste Provision.
Wie viel bekommt man pro Lead?
Das hängt vom Programm ab. Bei Check24 gibt es laut Anbieter 20 € je Antrag für Strom oder Gas, bei Tarifcheck bis 67,50 € je Anfrage für eine private Krankenversicherung (Stand 27.09.2026).
Brauche ich eine Webseite für Lead-Provisionen?
Die Programme verlangen, dass die Seite mit deinen Links ein Impressum hat. Das kann eine Webseite, ein Blog oder ein Profil mit Impressum sein. Die genauen Regeln stehen in den Bedingungen des Programms.
Darf ich Werbeanzeigen für Lead-Programme schalten?
Oft ja, aber mit Einschränkungen. Bei Tarifcheck darfst du zum Beispiel den Markennamen nicht für bezahlte Suchanzeigen nutzen. Rechne vorher aus, ob sich die Werbekosten je Lead lohnen.
Was ist besser, Lead oder Verkauf?
Das hängt von deinem Thema ab. Bei Verträgen und Spartipps passen Lead-Provisionen. Bei Weiterbildung und Onlinekursen passen Provisionen pro Verkauf, oft mit Folgekäufen.
Genannte Beträge und Beispiele sind keine Garantie für eigene Einnahmen, siehe Haftungsausschluss.