Die meisten Spar-Tipps sind klein: Kaffee zu Hause kochen, Licht ausmachen. Das hilft ein bisschen. Mehr bringt ein Blick auf die festen Kosten. Verträge, Abos und Versicherungen laufen jeden Monat still weiter, oft zu teuer oder doppelt. Hier findest du 8 Tipps, die sich wirklich lohnen, in der richtigen Reihenfolge. Und eine App, die dir beim Überblick hilft.
Erst der Überblick: wohin geht dein Geld?
Wer spart, ohne seine Ausgaben zu kennen, spart an der falschen Stelle. Nimm dir einmal eine Stunde Zeit. Geh die Kontoauszüge der letzten drei Monate durch und sortiere jede Ausgabe in eine von drei Gruppen:
| Gruppe | Beispiele | Sparpotenzial |
|---|---|---|
| Feste Kosten | Miete, Strom, Handy, Internet, Versicherungen, Abos | hoch, weil jeden Monat |
| Alltag | Lebensmittel, Tanken, Drogerie | mittel |
| Freizeit | Essen gehen, Hobbys, Shopping | deine Entscheidung |
Bei den festen Kosten lohnt sich Sparen am meisten. Einmal geändert, sparst du jeden Monat automatisch weiter.
8 Spar-Tipps, die sich lohnen
- Abos ausmisten: Streaming, Apps, Fitnessstudio, Zeitschriften. Schreib alle auf und frag bei jedem: Habe ich das im letzten Monat genutzt? Wenn nicht, kündigen.
- Verträge nach der Mindestlaufzeit prüfen: Viele Verträge, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, lassen sich nach der Mindestlaufzeit mit einem Monat Frist kündigen. Schau bei Handy, Internet und Fitnessstudio nach, wann deine Mindestlaufzeit endet. Bei älteren Verträgen gelten oft noch die alten Fristen.
- Strom und Gas vergleichen: Wer nie gewechselt hat, zahlt oft den teuren Grundtarif. Ein Vergleich dauert wenige Minuten.
- Handy und Internet anpassen: Viele zahlen für Datenvolumen, das sie nie nutzen. Schau in deinen Verbrauch und wähl einen passenden Tarif.
- Versicherungen durchsehen: Doppelte Versicherungen sind häufiger, als man denkt, etwa bei Handy, Reise oder einer Haftpflicht, die schon über den Partner oder die Partnerin läuft. Frag nach, was du wirklich brauchst.
- Kontogebühren prüfen: Ein Girokonto muss heute nicht viel kosten. Vergleichen lohnt sich.
- Einkaufen mit Plan: Wochenplan und Einkaufsliste verhindern Spontankäufe und weggeworfene Lebensmittel.
- Die 24-Stunden-Regel: Bei allem, was nicht nötig ist, einen Tag warten. Oft ist der Wunsch dann weg.
Tipp 1 bis 6 machst du einmal und sparst dann jeden Monat. Tipp 7 und 8 sind Gewohnheiten. Beides zusammen bringt am meisten.
Finanzguru: Verträge und Ausgaben in einer App
Die ersten sechs Tipps haben ein Problem: Man muss erst einmal wissen, welche Verträge überhaupt laufen. Genau dafür gibt es Apps wie Finanzguru*. Laut Anbieter (Stand 30.09.2026) kann die App:
- Konten verbinden: über 4.000 Banken und Anbieter lassen sich verknüpfen.
- Ausgaben sortieren: Buchungen werden automatisch Kategorien zugeordnet.
- Verträge erkennen: Du siehst laufende Verträge und Abos auf einen Blick.
- Kündigen: Überflüssige Verträge lassen sich laut Anbieter kostenlos per Fingertipp kündigen.
- Budgets setzen: Du legst fest, wie viel du wofür ausgeben willst.
Ich habe Finanzguru selbst auf meinem Handy.
Die Grundversion ist laut Anbieter dauerhaft kostenlos. Mehr Funktionen gibt es mit Finanzguru Plus für 0,99 € pro Woche. Hinter der App steht die dwins GmbH aus Frankfurt am Main, sie ist laut eigener Angabe von der BaFin reguliert.
Alle Verträge auf einen Blick. Mit Finanzguru siehst du laut Anbieter, welche Abos und Verträge laufen, und kannst Überflüssiges direkt in der App kündigen. Die Grundversion ist kostenlos.
Finanzguru ansehen* →Übrigens: Wer eine App oder einen Tarif empfiehlt, kann dafür vom Anbieter eine Provision bekommen. Das nennt man Affiliate Marketing, und viele verdienen damit nebenbei Geld. Wie das funktioniert, zeigt Was ist Affiliate Marketing?
App, Tabelle oder Papier?
Für den Überblick brauchst du ein Werkzeug. Welches passt, hängt davon ab, wie viel Arbeit du dir machen willst.
| Werkzeug | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| App, z. B. Finanzguru | laut Anbieter automatische Sortierung und Vertragserkennung | du gibst der App Zugriff auf deine Kontodaten |
| Tabelle, z. B. Excel oder Google Sheets | volle Kontrolle, nichts wird geteilt | jede Buchung von Hand eintragen |
| Papier | einfach, kein Gerät nötig | mühsam, schwer auszuwerten |
Entscheide selbst, welche Konten du mit einer App verbindest. Viele fangen mit dem Girokonto an und sehen dann weiter.
Dein Spar-Abend: in 60 Minuten durch
Du musst nicht alles an einem Wochenende schaffen. Ein Abend reicht für den Anfang:
- 10 Minuten: Kontoauszüge der letzten drei Monate öffnen oder die App verbinden.
- 15 Minuten: alle Abos auflisten und alles kündigen, was du nicht nutzt.
- 15 Minuten: bei Handy, Internet und Fitnessstudio nachsehen, wann die Mindestlaufzeit endet. Termine in den Kalender eintragen.
- 10 Minuten: Strom- und Gastarif vergleichen.
- 10 Minuten: einen Dauerauftrag für die Ersparnis auf ein eigenes Konto einrichten.
Wohin mit dem gesparten Geld?
Gespartes Geld verschwindet schnell wieder im Alltag. Gib ihm deshalb sofort eine Aufgabe. Ein Dauerauftrag in Höhe deiner Ersparnis auf ein eigenes Konto reicht. Eine gute erste Aufgabe ist ein Notgroschen für unerwartete Ausgaben. Das ist keine Finanzberatung. Wie hoch er sein sollte, steht in Notgroschen aufbauen.
Die Grenze des Sparens
Sparen hat eine Grenze. Irgendwann sind alle Abos gekündigt und alle Tarife verglichen. Dann bleibt die zweite Stellschraube: die Einnahmen. Viele fangen neben dem Job klein an, mit ein paar Stunden pro Woche. Welche Wege es gibt, zeigen Mehr Geld verdienen: 3 Wege und Side Hustle Ideen 2027.
Häufige Spar-Fehler
- Am Kleinkram sparen, das Große übersehen: Ein teurer Handyvertrag kostet oft mehr als der Kaffee unterwegs.
- Rabatt heißt nicht sparen: 30 % auf etwas, das du nicht brauchst, sind 70 % ausgegeben.
- Fristen verpassen: Wer das Ende der Mindestlaufzeit verpasst, zahlt oft weiter.
- Alles auf einmal ändern: Nach zwei Wochen Verzicht gibt man auf. Lieber feste Kosten zuerst.
- Gespartes nicht wegparken: Was auf dem Girokonto bleibt, wird ausgegeben.
Häufige Fragen
Wo kann man am meisten Geld sparen?
Meist bei den festen Kosten: Abos, Handy, Internet, Strom, Versicherungen. Einmal geändert, sparst du jeden Monat automatisch.
Wie finde ich alle meine Verträge?
Geh die Kontoauszüge der letzten Monate durch und notier jede wiederkehrende Abbuchung. Schneller geht es mit einer App wie Finanzguru, die Verträge laut Anbieter automatisch erkennt.
Ist Finanzguru kostenlos?
Laut Anbieter ist die Grundversion dauerhaft kostenlos. Finanzguru Plus kostet 0,99 € pro Woche (Stand 30.09.2026).
Kann ich Verträge jederzeit kündigen?
Nicht immer. Viele Verträge, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, sind nach der Mindestlaufzeit mit einem Monat Frist kündbar. Was bei deinem Vertrag gilt, steht in den Vertragsbedingungen.
Was mache ich mit dem gesparten Geld?
Am besten gibst du ihm sofort eine Aufgabe, zum Beispiel einen Notgroschen auf einem eigenen Tagesgeldkonto. Das ist keine Finanzberatung.
Ist es sicher, eine Finanz-App mit meinem Konto zu verbinden?
Laut Anbieter ist Finanzguru von der BaFin reguliert. Trotzdem gibst du einer App Zugriff auf deine Kontodaten. Entscheide selbst, welche Konten du verbindest.
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Genannte Beträge und Beispiele sind keine Garantie für eigene Einnahmen, siehe Haftungsausschluss.